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Adexa

Apothekengewerkschaft verabschiedet Resolution

26.11.2014  10:00 Uhr

Von Sigrid Joachimsthaler / Am 8. November trafen sich Landesvorsitzende und Fachgruppen­leiterinnen mit dem Vorstand und Mitarbeitern von Adexa zur jährlichen Herbstsitzung in der Hansestadt Hamburg. Neben Entscheidungen zum Haushalt und Beschlüssen über strukturelle Fragen verabschiedeten die Teilnehmer eine Resolution zur Aus- und Weiterbildung und zur Berücksichtigung von Mitarbeiterinteressen in der Standespolitik.

Die Erste Vorsitzende von Adexa, Barbara Neusetzer, dankte in ihrer Begrüßung allen Anwesenden, die trotz des Bahnstreiks den Weg aus dem ganzen Bundesgebiet nach Hamburg auf sich genommen hatten. Die ursprünglich für den Samstagnachmittag geplante Hauptmitgliederversammlung ist dagegen auf April 2015 verschoben worden, weil etliche der Delegierten durch den Streik verhindert waren. Der Tarifstreit zwischen GDL und Bahn sowie das von Bundesarbeitsministerin An­drea Nahles geplante Tarifeinheits­gesetz waren daher auch ein heiß diskutiertes Thema am Rande der Sitzung.

Auf der Tagesordnung stand am Samstagvormittag die Diskussion über eine Strukturreform und die regionale Unterstützung der ehrenamtlich Ak­tiven. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die bis zur Frühjahrs­sitzung hierzu Vorschläge erarbeiten soll. Am Nachmittag ging es zunächst um die Haushaltsplanung für 2015, die vom Beirat genehmigt wurde. Danach stellte Neusetzer einen Resolutionsentwurf vor, der nach intensiver Debatte in der folgenden Form verabschiedet wurde (siehe Kasten).

Dazu erläuterte Neusetzer: »Als Gewerkschaft und Mitarbeitervertretung stehen wir hinter dem Perspektivpapier »Apotheke 2030«. Bei dessen Umsetzung müssen die Angestellten ernst und mitgenommen werden. Das gilt allerdings nicht nur bei Themen wie dem Medikationsmanagement, sondern bei allen Entscheidungen, die die ABDA für die öffentliche Apotheke trifft. Von der Standespolitik hört man oft, dass die Interessen von selbstständigen und angestellten Approbierten deckungsgleich seien. Das ist aber nicht der Fall – es gibt hier mehr als nur marginale Unterschiede. Und schon gar nicht trifft es für die Wünsche und Belange der nicht approbierten Apothekenmitarbeiter zu. Als Vertretung aller Apothekenberufe fordern wir, künftig von Beginn an in Entscheidungspro­zesse einbezogen zu werden, die die Zukunft dieser Berufe beeinflussen.« /

Adexa-Resolution – November 2014

Das Perspektivpapier »Apotheke 2030« soll umgesetzt werden. Die dafür nötigen Fortbildungsveranstaltungen sollen von den zuständigen Landesapothekerkammern für alle Apothekenmitarbeiter angeboten werden und müssen seitens der Apothekenleiter bezahlt werden. Netzwerke mit den anderen Heilberufen sind nötig und müssen aufgebaut werden. Das Studium der Pharmazie muss zwingend an die neuen Herausforderungen angepasst werden.

Die Novellierung der PTA-Ausbildung hat höchste Priorität und muss folgende Kriterien berücksichtigen:

  • 3-jährige Ausbildung, bundes­einheitlich,
  • Finanzierung nicht ungünstiger als beim Studium,
  • Erwerb der Fachhochschulreife,
  • Wertschätzung und Weiter­bildungsmöglichkeiten müssen eröffnet werden.

Die ABDA wird aufgefordert, die Interessen der MitarbeiterInnen stärker als bisher zu berücksichtigen.

Vor Entscheidungen, die mitarbeiterrelevant sind, sind deren Vertretungen zu hören.