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Kovservierungsmittel

Neue Höchstgrenzen in Kosmetika

26.11.2014  10:00 Uhr

Von Anna Hohle / Neue Kosmetika dürfen ab kommendem Jahr bestimmte Konservierungsmittel nur noch in geringer Konzentration enthalten. Das hat die EU-Kommission kürzlich entschieden. Besonders Kleinkinder sollen so geschützt werden.

Europäische Kosmetikhersteller müssen sich an neue Auflagen halten: Ab 2015 dürfen sie Propylparaben und Butylparaben in ihren Produkten nur noch in einer Konzentration von maximal 0,14 Prozent verwenden. Das hat die EU-Kommission Ende September festgelegt. Bislang galt eine Grenze von 0,4 Prozent bei einzelner Verwendung beziehungsweise 0,8 Prozent bei der Verwendung mit anderen Estern. Allerdings gilt die Vorgabe nur für Produkte, die ab 2015 neu auf den Markt kommen und nicht für bereits im Handel etablierte Kosmetika.

Nicht abspülbare Präparate zur Anwendung im Windelbereich bei Kindern unter drei Jahren dürfen die beiden Substanzen künftig überhaupt nicht mehr enthalten, da »der dichte Verschluss der Windel ein stärkeres Eindringen des Stoffes in die Haut ermöglicht«, heißt es in einer Pressemit­teilung der Kommission. So wolle man den Schutz insbesondere von Säuglingen und Kleinkindern verbessern.

Außerdem hat die Behörde die Verwendung der Biozide Methylchloroisothiazolinon (MCI) und Methylisothiazolinon (MI) in nicht abspülbaren Kosmetika verboten. »Diese Maßnahme zielt auf die Senkung des Risikos von Haut­allergien«, so die Kommission. Abspülbare Produkte wie Shampoos und Duschgele dürfen die Substanzen weiter in einer Höchstkonzentration von 0,0015 Prozent enthalten, wobei das Verhältnis von MCI zu MI bei 3:1 liegen muss. Auch diese Regelung gilt für alle Präparate, die nach dem 16. April 2015 in den Handel kommen.

»Konservierungsstoffe in Kosme­tika sind sinnvoll, weil sie dafür sorgen, dass die Produkte, die wir täglich verwenden, frei von Krankheitserregern sind«, sagte der EU-Kommissar für Verbraucherpolitik, Neven Mimica. Infolge der nun beschlossenen Regeln könnten die Verbraucher sicher sein, dass ihre Kosmetika unbedenklich sind. Erst Anfang 2014 hatte die EU-Kommission die Verwendung von Isopropylparaben, Isobutylparaben, Phenylparaben, Benzylparaben und Pentylparaben in neuen Kosmetika verboten. /