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Kinderernährung

Nicht zu viele Reisprodukte

07.09.2015  09:37 Uhr

Von Annette Immel-Sehr / Eltern sollten ihre Säuglinge und Kleinkinder nicht ausschließlich mit reisbasierten Getränken wie Reismilch oder Beikost wie Reisbrei ernähren, so eine Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Auch die beliebten Reiswaffeln sollten nur in Maßen verzehrt und mit Waffeln aus anderen Getreidearten abgewechselt werden. Wie Untersuchungen der Überwachungsbehörden der Bundesländer zeigen, enthalten Reis und insbesondere Reisprodukte größere Mengen an anorganisch gebundenem Arsen. Dieses ist als krebsauslösend für den Menschen klassifiziert.

Zudem können anorganische Arsenverbindungen bei langfristiger Aufnahme zu Hautveränderungen, Gefäß- und Nervenschädigungen führen, ent­wicklungstoxisch wirken sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. Zu den höheren Gehalten an anorganischen Arsenverbindungen kommt es aufgrund der Anbaumethoden und der Physiologie der Reispflanzen. Warum Reisprodukte wiederum einen höheren Arsengehalt haben als Reiskörner, ist bislang ungeklärt.

Nichtsdestotrotz gilt Reis weiterhin als wertvolles Lebensmittel und sollte Bestandteil einer aus­gewogenen Ernährung sein, denn er enthält wichtige Nährstoffe wie Proteine, Vitamine, Mineral­stoffe und Ballaststoffe. Das BfR empfiehlt Verbrauchern, bei der Auswahl von Lebensmitteln generell auf Abwechs­lung und Vielfalt zu achten und die verzehrten Getreidearten nach Möglichkeit zu variieren. /

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung