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Mehr Pilz­vergiftungen

08.09.2017  11:54 Uhr

Der regenreiche Sommer hat in diesem Jahr zu einem frühen Start der Pilzsaison und auch zu einem Anstieg von Vergiftungsfällen geführt. Das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) hat im Juli 2017 doppelt so viele Pilzvergiftungsfälle wie im Juli 2016 registriert.

Die Deutsche Leberstiftung warnt daher vor Pilzvergiftungen, besonders durch den Knollenblätterpilz, der akutes Leberversagen hervorrufen kann.

Vor allem Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund sind häufig betroffen: Sie verwechseln hochgiftige Pilze mit optisch ähnlichen Speisepilzen aus ihrer Heimat.

Das Tückische an den Knollenblätterpilzen: Vergiftungssymp­tome treten nicht sofort nach dem Verzehr auf, sondern erst nach 6 bis 24 Stunden. »Der Klassiker ist, dass am Abend Giftpilze gegessen werden und erst am nächsten Morgen bekommt man Übelkeit, Erbrechen und Durchfall«, erklärt Professor Dr. Andreas Schaper, einer der beiden Direktoren des GIZ-Nord. Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollten Betroffene sofort ein Krankenhaus aufsuchen oder den Notarzt rufen. Auf der GIZ-Website sind Knollenblätterpilz-Warn-Plakate in neun verschiedenen Sprachen abrufbar. (va)