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Kokosöl nur in Maßen

11.09.2018
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Kokosöl erfreut sich großer Beliebtheit. Die Medizinerin Professor Dr. Karin Michels hatte kürzlich eine heftige Diskussion um Vor- und Nachteile des Öls angestoßen.

In einem Vortrag hatte die Direktorin des Instituts für Prävention und Tumorepidemiologie am Uniklinikum Freiburg das Lebensmittel als »das reine Gift« bezeichnet und vom Konsum abgeraten. Die auf YouTube veröffentlichten Äußerungen seien auf große Resonanz und emotionale Kritik gestoßen, sagte ein Sprecher des Klinikums.

Ernährungsexperten empfehlen, Kokosöl zurückhaltend zu konsumieren. Das Pflanzenfett enthalte viele gesättigte Fettsäuren, sagte die Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Antje Gahl, der Deutschen Presseagentur (dpa). Diese steigerten unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kokosöl habe zu Unrecht ein positives Image, so Gahl. Die Aussagen von Michels seien pointiert, aber in der Sache korrekt.

Mehrere internationale Studien belegten das Gesundheitsrisiko, das von Kokosöl ausgehe. Wer Kokosöl gelegentlich zum Kochen nutze, müsse sich keine Sorgen machen, sagte Ernährungswissenschaftlerin Gahl. Häufig verwendet, sei es jedoch schädlich. Besser sind Pflanzenöle wie Raps-, Soja, Oliven-, Sonnenblumen- oder Leinöl. Diese enthielten ungesättigte Fettsäuren und seien weniger bedenklich. (PZ)