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OTC-Beratungscheck

Penciclovir

11.09.2018
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Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu einem ausgewählten OTC-Präparat für die Beratung übersichtlich zusammen. Dieses Mal: Lippenherpescremes mit dem Wirkstoff Penciclovir.

Arzneistoffgruppe

Virustatika

Präparate

Pencivir® bei Lippenherpes (auch als gefärbte Creme)

Indikation

Lindernde Therapie von Schmerzen und Juckreiz sowie zur Be­­schleunigung der Krusten­­bildung beim natürlichen Heilungsverlauf von akuten Episoden leichter Formen wiederholt auftretender Lippen­bläschen (rezidivierender Herpes labialis)

Dosierung/Anwendung

  • Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: Creme mindestens sechs Mal täglich alle 2 Stunden mit einem sauberen Finger oder Watte­stäbchen dünn auf die infizierten Hautbereiche auftragen.
  • Nach dem Essen anwenden
  • Möglichst unmittelbar bei den ersten Anzeichen der Herpes­erkrankung ­wie Brennen und Jucken anwenden; aber auch bei späterer Anwendung im Bläschen-Stadium wird die Heilung­ beschleunigt und die Schmerz­dauer verkürzt.
  • Die Behandlung sollte in der Regel 4 Tage andauern.

Kontraindikationen/Warnhinweise

  • Nur auf den Lippen und im Mund­bereich anwenden, nicht auf Schleimhäute auftragen
  • Patienten mit immunsupprimierender Therapie oder schweren Verlaufsformen des Herpes labialis: vor der Behandlung den Arzt fragen

Nebenwirkungen

Häufig: Reaktionen an der behandelten Hautstelle wie Brennen, Schmerzen, Taubheitsgefühl

Wechselwirkungen

Keine bekannt

Schwangerschaft/Stillzeit

Laut Hersteller ist die systemische Verfügbarkeit von Penciclovir nach topischer Anwendung minimal, ein Risiko für Schwangere und Stillende unwahrscheinlich. Es liegen keine Informationen vor, ob Penciclovir in die Muttermilch übergeht. Allerdings gibt es bisher keine ausreichenden Erfahrungen, daher sollte Penciclovir in Schwangerschaft und Stillzeit nur unter Aufsicht eines Arztes angewendet werden.

Hinweis: Der Beratungscheck zeigt eine Aus­­wahl an Arzneimittelinfor­mationen. Es besteht kein Anspruch auf Voll­ständigkeit. Weiter­­führende In­­for­mationen finden Sie unter anderem in den ent­sprechenden Fachinfor­­mationen, der Roten Liste sowie auf www.embryotox.de