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Schulgeld in NRW wird schrittweise abgeschafft

11.09.2018
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Von Daniela Hüttemann / Die Bundes­regierung hatte sich im Koalitions­vertrag darauf geeignigt, das Schulgeld für medizinische Ausbildungs­berufe wie PTA, Physiotherapeuten oder Logo­päden abzuschaffen. Details zur Umsetzung fehlen allerdings bislang.

Nordrhein-Westfalen legt nun vor: »Wir werden unser Ver­sprechen, einen erheblichen Schritt in die Schulgeldfreiheit einzuleiten, noch im Herbst umsetzen«, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann­ (CDU) der Tageszeitung »Neue Westfälische«. Ziel sei auch, dass die Schüler, die bereits in Ausbildung sind, davon profitieren. In welchen Schritten genau die Schulgeld-Abschaffung stattfinden soll, wurde nicht berichtet.

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) begrüßte Laumanns Ankün­digung. Der Minister halte sein Versprechen, das er auch gegenüber dem Verband gegeben hatte. »Für diese­ politische Verlässlichkeit sind wir ihm dankbar«, so AVWL-Chef Klaus Michels­. Es sei anerkennenswert, dass Nordrhein-Westfalen bei der Aus­bildung in den Gesundheitsberufen in Vorleistung gehe, bis auf Bundesebene eine Lösung gefunden sei.

Nordrhein-Westfalen hatte 2013 die Förderung der PTA-Ausbildung komplett eingestellt. Daraufhin musste das Schulgeld auf rund 300 Euro pro Monat erhöht werden, aber auch Verband und Kammer sprangen ein. /