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Erhöhtes Krebsrisiko deutlich gesenkt

26.09.2016  11:29 Uhr

Von Annette van Gessel / Das Risiko, ein Kolonkarzinom zu entwickeln, ist signifikant erhöht, wenn ein Familienange­höriger ersten Grades bereits an Darmkrebs erkrankt ist. Diesen Zusammenhang bestätigt erneut die Auswertung von mehr als 4300 Patientendaten.

In einer Fall-Kontroll-Studie wiesen die Epidemiologen um Korbinian Weigl vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg einen weiteren Zusammenhang nach: Durch regelmäßiges Screening können die nahen Familienangehörigen ihr Darmkrebsrisiko senken. Selbst wenn ein naher Verwandter erkrankt ist, lässt sich das Darmkrebsrisiko im Vergleich zur nicht koloskopierten Bevölkerung durch die Koloskopie mehr als halbieren. »Diese Resultate unterstützen die Empfehlungen für ein intensiveres Screening bei Personen mit Betroffenen ersten Grades«, so die Forscher. /