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Schulessen lässt zu wünschen übrig

26.09.2016  11:29 Uhr

Von Annette van Gessel / Gesundes Essen in Kita oder Schule spielt in den Kultusbehörden der einzelnen Bundesländer eine untergeordnete Rolle. Lediglich das Saarland und Berlin haben die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) umgesetzt.

Dies ist das Ergebnis einer Abfrage der Deutschen Allianz für Nichtübertragbare Krankheiten (DANK). Nach Angaben der DANK erhalten rund 5,5 Millionen Kinder und Jugendliche zwei Mahlzeiten während ihrer Ganztagsbetreuung.

Nur 18 Prozent der rund 70 000 Schulen und Kitas hält dabei die Qualitätsstandards der DGE ein. Die meisten lassen das Essen oft über weite Strecken anliefern. Fleisch und Wurst gibt es deutlich häufiger als Obst und Gemüse.

Damit verschließen die Kultusbehörden ihre Augen vor den gesundheitlichen Folgen der Fehlernährung in jungen Jahren: Jeder sechste Jugendliche wiegt zuviel und die Betroffenen entwickeln früh einen Diabetes Typ 2 und in der Folge Herz-Kreislauf-Krankheiten. Einer aktuellen Studie zufolge betragen alleine die gesamtgesellschaftlichen Kosten von Diabetes mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr. /