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Angst vor der Diagnose

26.09.2018
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Der Bauch schmerzt seit Wochen immer mal wieder, Durchfälle treten auf, aber auch schwere Verstopfungen oder auf dem entleerten Stuhl findet sich dunkles Blut – all das können Alarm­zeichen für Darmkrebs oder eine andere ernsthafte Darmerkrankung sein. Trotz solcher Beschwerden gehen viele Betroffene nicht zum Arzt. Warum? Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. berichtete dazu über eine Befragung dänischer Wissenschaftler. Diese hatten per Internet Fragebögen an 100 000 Personen ab 20 Jahren verschickt. Darin wurde nach vier charakteristischen Symptomen gefragt: Blutungen aus dem Darm, Bauchschmerzen, Veränderungen der Stuhlbeschaffenheit und Veränderungen hinsichtlich der Stuhlhäufigkeit. 52 Prozent der Angefragten füllten die Fragebögen aus.

Ergebnis: Ein hoher Anteil derer, die eines der Alarmsymptome aufwiesen, suchte keinen Arzt auf. Beispielsweise knapp 70 Prozent der Personen mit Blutungen und 80 Prozent derjenigen mit Veränderungen der Stuhlhäufigkeit. Als Gründe nannten die Befragten am häufigsten, nicht die Zeit der Ärzte verschwenden zu wollen oder selbst keine Zeit für einen Arztbesuch zu haben. Vor allem Männer mit Blutungen aus dem Darm gaben noch einen weiteren Grund an: Sie hatten Angst, es könne sich um eine ernstzunehmende Krankheit wie Krebs handeln, die nicht mehr behandelbar wäre. Und: Gerade die jüngeren unter den Befragten taten sich schwer damit, einen Arzt aufzusuchen. (ais)