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Blutungen nach den Wechseljahren

26.09.2018  11:26 Uhr

Treten nach der letzten Regelblutung am Ende der Wechseljahre plötzlich wieder Blutungen auf, sollten betroffene Frauen einen Arzt aufsuchen.

Denn es könnte ein Zeichen für Gebär­mutterkörperkrebs sein. Darauf wies die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) hin. Es sei wichtig, das Symptom ernst zu nehmen, damit Ge­bärmutterkörperkrebs gegebenenfalls frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden kann.

Grund zur Panik besteht jedoch nicht, wenn nach der Menopause Blutungen auftreten. Meist steckt eine andere Ursache als Krebs dahinter. Die DKG bezieht sich auf eine Metaanalyse, die in der Fachzeitschrift »JAMA Internal Medicine« veröffentlicht wurde. In der Unter­suchung wurden 129 Studien mit insgesamt 34 432 Frauen mit vaginalen Blutungen nach der Menopause und 6 358 Frauen mit Gebärmutterkörperkrebs analysiert. 90 Prozent der Pa­tientinnen nach der Menopause mit Gebärmutterkörperkrebs hatten vor der Diagnose vaginale Blutungen erlebt­. Umgekehrt zeigte sich, dass nur neun Prozent der Frauen mit einer Blutung nach den Wechseljahren tatsäch­lich an Gebärmutterkörperkrebs erkrankt waren. (ais)