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Kinder mit Asthma gegen Grippe impfen

26.09.2018
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Beeinflussen bestimmte Viren die Schwere des Asthmaanfalls und den Erkrankungsverlauf? Dieser Frage ging ein kanadisches Forschungsteam nach, indem es das Nasensekret von 924 asthmakranken Kindern, die die Notaufnahme aufgesucht hatten, auf das Vorhandensein von 27 verschiedenen Erregern untersuchte.

Der Allergieinformationsdienst fasste das Ergebnis der Studie zu­sammen: Keiner der Erreger führte zu einem schwereren Verlauf des Asthmaanfalls.

Einige Keime allerdings be­einträchtigten offenbar die Wirksamkeit der Kombinationstherapie von bronchienerweiternden Medikamenten und systemischen Glucocorticoiden. So schlugen 21 Prozent der ambulanten Asthma-Behandlungen beim Vorhandensein eines Respiratory-Syncti­cal-Virus (RSV) nicht an. Bei einem der drei saisonalen Hauptstämme des Grippevirus waren es 38 Prozent und bei Parainfluenzaviren 47 Prozent. Letztere führen häufig zu Pseudokrupp. Für die Kinder bedeutete das fehlende Ansprechen der Medikamente, dass sie stationär behandelt werden mussten.

 

Das Forschungsteam empfiehlt, dass Kinder mit Asthma gegen Grippe geimpft werden sollten, um ihnen solche­ Krankenhausaufenthalte zu ersparen. Für Infektionen mit Parainfluenza-Viren gibt es keine Impfung, ebenso wenig für RSV-Infektionen. (ais)