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Brustkrebs

Regelmäßig zur Mammographie

10.10.2016
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Von Verena Arzbach / Bei Frauen, die wiederholt am Mammo­graphie-Screening teilnehmen, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Brustkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Das habe nun erstmals eine deutsche Studie gezeigt, teilt die Kooperationsgemeinschaft Mammographie mit. Selbst wenn inner­halb von zwei Jahren nach der Screening-Untersuchung ein Tumor entdeckt wird, befindet sich dieser seltener in einem fortgeschrittenen Stadium.

Für die Untersuchung wurden Daten von 19 563 Frauen, die erstmalig am Screening teilnahmen, und 18 034 wiederholt teilnehmenden Frauen in Nordrhein-Westfalen ausgewertet.

Bei den Frauen, die erstmals eine Mammographie-Untersuchung haben machen lassen, entdeckten die Ärzte innerhalb von zwei Jahren insgesamt 253 Brustkrebsfälle. Bei 93 von ihnen (das entspricht 0,48 Fälle pro 100 Frauen) war der Krebs bereits fortgeschritten – das heißt, der Tumor war entweder größer als 2 Zentimeter und/oder hatte bereits Metastasen gebildet. Bei Frauen, die bereits zuvor am Screening teilgenommen hatten, war der Anteil der Tumoren im fortgeschrittenen Stadium nur etwa halb so hoch: Bei ihnen wurden insgesamt 154 Tumoren gefunden, in 47 Fällen (0,26 pro 100 Frauen) war der Tumor bereits fortgeschritten.

»Wir finden nicht nur Brustkrebs in einem frühen Stadium, sondern können gleichzeitig durch die regelmäßige Untersuchung den Anteil der fortgeschrittenen Stadien verringern. Damit kann es gelingen, in den nächsten Jahren die Sterblichkeit an Brustkrebs durch Screening weiter zu senken«, kommentiert Professor Dr. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster und einer der Studienautoren, das Ergebnis der Untersuchung. /

Brustkrebsmonat Oktober

Um Frauen auf die Brustkrebsfrüherkennung aufmerksam zu machen, hat die Kooperationsgemeinschaft Mammographie zum diesjährigen Brustkrebsmonat Oktober den »Informingo« eingeführt. Der pinke Flamingo präsentiert Informationsangebote für Frauen, die dabei helfen sollen, sich mit dem Für und Wider des Mammographie-Screening-Programms zu beschäftigen und zu einer informierten Entscheidung zur Brustkrebsfrüherkennung zu gelangen.

Frauen können ein abwaschbares Informingo-Tattoo auf der Haut tragen und auf diese Weise andere Frauen für das Thema sensibilisieren. Das Tattoo kann auf www.informingo.de bestellt werden. Dort gibt es – ebenso wie auf der Facebook-Seite der Kooperationsgemeinschaft – auch weitere Informationen zum Mammographie-Screening-Programm.