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OTC-Beratungscheck

Glucosamin

09.10.2018
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Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu einem ausgewählten OTC-Präparat für die Beratung übersichtlich zusammen. Dieses Mal: Glucosamin.

Arzneistoffgruppe

Analgetika/Antirheumatika

Präparate

Zum Beispiel Dona® 1500 mg Pulver / 250 mg überzogene Tabletten / 750 mg Filmtabletten, Doppelherz® Glucosamin-Hydrochlorid, Voltaflex® 750 mg

Indikation

Zur Linderung von Symptomen bei leichter bis mittelschwerer Arthrose des Kniegelenks

Dosierung/Anwendung

  • 1x täglich 1250 mg Glucosamin beziehungsweise 1500 mg Glucosamin­hydrochlorid
  • Nicht zur Behandlung akuter schmerzhafter Symptome, da mit Linderung der Symptome frühestens einige Wochen nach Beginn der ­Behandlung zu rechnen ist.
  • Falls nach 2 bis 3 Monaten kein ­Therapieerfolg feststellbar ist, ­sollte die Fortsetzung der Behandlung überprüft werden.

Kontraindikationen/Warnhinweise

  • Nicht bei Patienten mit Schalentier­allergie, da der Wirkstoff aus Schalentieren hergestellt wird.
  • Bei Patienten mit eingeschränkter Glucosetoleranz: vor Behandlungsbeginn und während der Behandlung Blutzuckerspiegel und Insulinbedarf überwachen.
  • Bei Patienten mit Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Überwachung der Blutfettwerte empfohlen, da unter Glucosamin Fälle mit Hypercholesterolämie beobachtet wurden.

Nebenwirkungen

  • Häufig Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Verstopfung und Durchfall. Außerdem Kopfschmerzen, Müdigkeit, Ekzem, Juckreiz und Gesichtsrötung.
  • Die berichteten Nebenwirkungen sind in der Regel leicht und vorübergehender Natur.

Wechselwirkungen

  • Verstärkte Wirkung von Cumarin-Antikoagulanzien ist möglich.
  • Resorption und Serumkonzentration von Tetracyclinen kann erhöht sein.

Schwangerschaft/Stillzeit

Die Hersteller raten von einem Einsatz in Schwangerschaft und Stillzeit ab, da keine hinreichenden Daten aus Untersuchungen vorliegen.

Hinweis: Der Beratungscheck zeigt eine Auswahl an Arzneimittelinformationen. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Weiterführende Informationen finden Sie unter anderem in den entsprechenden Fachinformationen, der Roten Liste sowie auf www.embryotox.de.