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Blutspender leben gesünder

01.11.2017
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Hypertoniker profitieren davon, wenn sie regelmäßig Blut spenden. Dies ist das Ergebnis einer Studie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, die die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie kürzlich im Vorfeld ihrer Jahrestagung in Köln vorstellte.

An der Studie hatten 150 Blutspender mit normalem Blutdruck sowie 150 Blutspender mit erhöhtem Blutdruck über einen Zeitraum von bis zu vier regulären Blutspenden teilgenommen. »Bei den hypertensiven Probanden wurde sowohl eine Minderung des systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks direkt nach der Blutspende gemessen«, berichtete Professor Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus, Berlin. Die Blutdruckreduktion war umso deutlicher, je häufiger Blut gespendet wurde. Bei Blutspendern mit mittelschwerer Hypertonie fanden die Forscher nach vier Spenden, also nach etwa neun bis zwölf Monaten, sogar eine Minderung um 17 mmHg systolisch und 12 mmHg diastolisch. »Anhand von Blutdrucktagebüchern konnten wir feststellen, dass die Blutdruckminderung zumeist sechs Wochen anhält«, sagte Michalsen. »Bei den Normotonikern blieb der Blutdruck nach der Blutspende weitestgehend konstant«, ergänzte er. (ais)