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Bauchschmerzen? An Divertikel denken!

14.11.2016
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Immer wiederkehrende Bauchschmerzen können Indizien für Entzündungsreaktionen von Divertikeln sein. Diese kleinen Ausstülpungen der Darmwand sollten ernst genommen werden, warnt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Bis zu 45 Prozent der Bevölkerung haben Divertikel, teilt die DGVS mit. In der Regel sind sie harmlos und bereiten keine Beschwerden. Dann sind sie nicht behandlungsbedürftig. Doch bei rund jedem fünften Divertikelträger entwickelt sich eine Entzündung.

Bauchkrämpfe, Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten, Fieber und blutiger Stuhlgang machen auf die Entzündung in der Darmwand aufmerksam. Wird eine Divertikulitis zu spät erkannt, drohen Komplikationen wie Abszesse, Durchbrüche der Darmwand und Bauchfellentzündungen.

»Die Symptome sollten nicht nur bei älteren Patienten an eine Divertikelkrankheit denken lassen«, sagt Professor Dr. Ludger Leifeld, Hauptautor der DGVS-Leitlinie »Divertikulitis/Divertikelkrankheit«. Denn zunehmend seien auch Unter-40-Jährige betroffen. Dass sich der Krankheitsbeginn ins junge Erwachsenenalter verschiebt, ist eine Folge des modernen westlichen ­Lebensstils: Bewegungsmangel und eine ballaststoffarme, fleischlastige ­Ernährung gelten als Hauptursachen für die Entstehung. Entsprechend liege der Schlüssel zu einer erfolgreichen Prävention in einer ballaststoffreichen Kost und ausreichend Bewegung. (ew)