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Winterzeit ist gesünder

13.11.2018
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Der zweimal im Jahr stattfindende Uhrzeitwechsel soll 2019 ein Ende haben. Jedem EU-Mitgliedsstaat steht frei, ob er sich für die Sommer- oder Winterzeit ent­scheidet. Das hat die EU-Kommission nach der Umfrage im vergangenen Sommer unter EU-Bürgern beschlossen­. 

Dazu, wie in Deutschland die Uhren weiter­ticken sollen, gibt es noch keine feste Haltung der Bundesregierung. Bis April sollte die Entscheidung gefallen sein. Schlafmediziner plädieren jedenfalls für die Winterzeit, die eigentliche Normalzeit.

Generell befürworten Schlafmediziner die Abschaffung der Zeitumstellung. »Sie ist in jeder Form ein aufgezwungener Jetlag, allerdings ohne den positiven Effekt, dass wir in Urlaub fahren«, erklärt Professor Dr. Peter Young, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. 90 Prozent der Menschen kämen damit klar. Die anderen 10 Prozent hätten jedoch nachhaltige Schwierigkeiten und litten häufig sowieso schon unter chronischen Schlafstörungen. Jeder Mensch brauche vier bis fünf Tage für die Umstellung der Körperfunktionen, wenn das Zifferblatt vor- oder zurückgedreht wird.

»Wenn Schlafmediziner gefragt werden, ob Sommer- oder Winterzeit, dann präferieren die Spezialisten weltweit die Winterzeit, weil dann die Abende nicht ganz so lang sind und sich dadurch das generelle Schlafdefizit in der Gesellschaft nicht auch noch künstlich vergrößert«, so Young. (ew)