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Hausmannskost verringert Diabetesrisiko

23.11.2015
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Von Annette van Gessel / Beim diesjährigen Kongress der American Heart Association in Orlando stellten Wissenschaftler um Dr. Geng Zong von der Harvard School of Public Health in Boston, Massachusetts, die Ergebnisse einer retrospektiven Analyse vor. Dazu untersuchten die Forscher die Essgewohnheiten von fast 58 000 Frauen (NHS, Nurses Health Study) und circa 41 000 Männern (Health Professionals Follow-up Study) aus den Jahren 1986 bis 2012. 

Ein Ergebnis: Wer zu Hause selbst kocht, statt auswärts essen zu gehen, verringert damit sein Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Das Diabetesrisiko lag um 13 Prozent niedriger, wenn die Frauen oder Männer wöchentlich mittags und abends insgesamt 11 bis 14 selbst zubereitete Mahlzeiten aßen, im Vergleich zu denjenigen, die pro Woche zu Hause nie oder bis zu sechs solcher Mahlzeiten zu sich nahmen.

Beim Vergleich der Daten stellten die Forscher außerdem fest, dass diejenigen, die ihre Nahrung häufiger selbst zubereiteten, zu Beginn des Unter­suchungszeitraums mehr Vollkornprodukte, fettreduzierte Milchprodukte, Obst und Gemüse sowie weniger gezuckerte Getränke zu sich nahmen, allerdings auch mehr rotes Fleisch aßen und weniger Kaffee tranken. Keiner der Teil­nehmer hatte anfangs Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen oder Krebs.

Die differenzierte Betrachtung ergab, dass sich auch der Essenszeitpunkt auf das Diabetesrisiko auswirkte: Selbst zubereitetes Mittag­essen reduzierte das Risiko um je 2 Prozent, entsprechendes Abend­essen dagegen um je 4 Prozent pro wöchent­l­iche Mahlzeit.

Zudem wies Zong darauf hin, dass in den USA mit dem Trend, kommerziell zubereitete Nahrung in Restaurants oder als Fast Food oder Take away zu konsumieren, gleichzeitig die Rate an Typ-2-Diabetikern zugenommen hat. /

Quelle: American Heart Association Meeting Report