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Kaltes Duschen ist gesund

25.11.2016  14:29 Uhr

Sich am Ende einer warmen Dusche noch kurz kalt abzubrausen soll nicht nur munter machen, sondern auch abhärten. Ob diese Aussage stimmt, untersuchte das Team um Dr. Geert A. Buijze vom Academic Medical Center in Amsterdam.

Für ihre randomisierte kontrollierte Studie konnten die Ärzte 3018 gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 65 gewinnen. Die Teilnehmer sollten sich vom 1. bis 30. Januar 2015 einmal täglich duschen, erst warm oder heiß, dann so kalt, wie das Wasser aus der Leitung es ermöglichte.

Um Unterschiede zu erkennen, teilten die Forscher die Teilnehmer in vier Gruppen: Ein Viertel sollte 30, ein weiteres 60 und das dritte 90 Sekunden unter 10 bis 12° C kaltem Wasser ausharren. Das letzte Viertel, die »Warmduscher«, diente als Kontrollgruppe. Anhand eines Online-Fragebogen wurden anschließend unter anderem die Krankheit­stage und die Krankmeldungen erhoben.

Das auffälligste Ergebnis: Die »Kaltduscher« meldeten sich im Vergleich zu den »Warmduschern« zu 29 Prozent seltener krank – unabhängig davon, wie lange sie unter dem kalten Wasser standen. Die Unterschiede bei den Krankheitstagen waren statistisch nicht signifikant. Letztlich hielten 64 Prozent derjenigen, die einen Monat durchgehalten hatten, das Kaltduschen auch nach Studienende bei.

Worin der Effekt des kalten Wassers auf den Organismus im Einzelnen besteht, bleibt unklar, denn Marker für eine mögliche Immunmodulation wurden nicht erhoben. (avg)