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Kennen Sie Andorn?

24.11.2017
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Er zählt nicht gerade zu den bekannten Heilpflanzen. ­Dennoch wird Andorn schon seit über 2000 Jahren in der Heilkunde eingesetzt.

Der »Studienkreis Entwicklungs­geschichte der Arzneipflanzenkunde« an der Universität Würzburg wählte den Lippenblütler zur Arzneipflanze des Jahres 2018. Ursprünglich kommt Andorn (Marrubium vulgare) aus dem Mittelmeerraum. Er wächst an Wegrändern und kann bis zu 80 cm hoch werden.

Die kleinen weißen Blüten sind in kugeligen Scheinquirlen angeordnet. Die herzförmigen Blätter weisen an der Unterseite eine filzige Behaarung auf. Andorn­, auch Weißer Andorn genannt, enthält Diterpen-Bitterstoffe, Flavonoide, Phenyl­propan­derivate und Lamiaceen-Gerbstoffe. Pharmazeutisch ver­wendet werden die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile der Pflanze. Traditionell wird Andorn zur Schleimlösung bei erkältungsbedingtem Husten ein­gesetzt; außerdem bei leichten dyspeptischen Beschwerden wie Blähungen und Flatulenz sowie bei ge­le­gentlich auftretender Appetitlosigkeit. (ais)