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Sinnvolle Zusatzempfehlungen bei ­Verschreibung von PPI

28.11.2018
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Von Isabelle Yeginer / Protonenpumpenhemmer (PPI) gehören zu den weltweit am häufigsten verordneten Medikamenten. Sie sorgen dafür, dass die Produktion von Magensäure reduziert wird. Ärzte verschreiben PPI zum Beispiel bei Sodbrennen, Gastritis oder einem Geschwür im Magen oder im Zwölffingerdarm. Außerdem werden PPI als Magenschutz ergänzend zu NSAR verordnet.

Auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten vertrauen Kunden auf den fachlichen Rat aus der Apotheke. In der neuen PTA Channel-Lerneinheit ­erfahren PTA, wie sie den Wirkmechanismus von PPI verständlich erklären können, welche Nebenwirkungen auftreten können und mit welchen passenden Empfehlungen unerwünschten Nebenwirkungen begegnet werden kann.

Protonenpumpenhemmer neutralisieren nicht die überschüssige Säure im Magen. Sondern sie sorgen dafür, dass gar nicht erst zu viel Magensäure entsteht. Dafür blockieren PPI in der Magenwand das Enzym Protonen-Kalium-ATPase, das vereinfacht auch »Protonenpumpe« genannt wird.

Das Enzym findet sich in so genannten Belegzellen der Magenwand. Von dort aus pumpt es Protonen in den Mageninnenraum. Durch den Einsatz von Protonenpumpenhemmern gelangen weniger Protonen ins Mageninnere und es wird weniger Magensäure gebildet. Dadurch können PPI den pH-Wert im Magen dauerhaft anheben. Das kann Sodbrennen reduzieren und Entzündungen oder Geschwüre haben die Gelegenheit abzuheilen.

Die Reduktion von Magensäure kann jedoch die Bioverfügbarkeit bestimmter anderer Medikamente erheblich beeinträchtigen. Einige Wirkstoffe brauchen ein saures Milieu, damit sie vom Körper resorbiert werden können.

So sollte zum Beispiel die gleichzeitige Einnahme von Protonenpumpenhemmern und dem Krebs-Therapeutikum Erlotinib vermieden werden. Auch die Resorption einiger oraler Antimykotika, zum Beispiel Ketoconazol, kann durch PPI stark vermindert werden.

Bei dauerhafter Einnahme der Säurehemmer kann es außerdem zu einem Vitamin-B12-Mangel kommen. Denn auch das an Eiweiße in der Nahrung gebundene Vitamin B12 braucht ein saures Millieu, um freigesetzt zu werden. /

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