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Gefragtes Süßungsmittel ohne Vorteil

11.12.2017
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Agavendicksaft liegt im Trend. Der aus Mexiko stammende Pflanzensaft mag zwar gelegentlich eine Alternative zu Zucker darstellen, eine gesündere Wahl ist er jedoch nicht.

Darauf wies die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. hin. Dem Aussehen nach gleicht Agavendicksaft (oder auch Agavensirup) dem Honig, er ist allerdings weniger zähflüssig.

Auch der Kaloriengehalt ähnelt dem des Honigs. Agavendicksaft weist einen hohen Kohlenhydratgehalt auf: Der Hauptteil besteht aus Fructose (56 bis 90 Prozent) und geringeren Mengen Glucose. Der Ruf des trendigen Naturprodukts als gesundes Süßungsmittel ist unbegründet. Zwar weist Agavendicksaft einen niedrigen Glykämischen Index auf. Doch wandelt sich der vermeintliche Vorteil des hohen Anteils an Fruktose beim Konsum größerer Mengen schnell in einen Nachteil. Fruchtzucker wird in der Leber verstoffwechselt. Bei einem Überschuss an Fruktose baut sie diese in Fett um. Als weiterer Vorteil des Sirups werden häufig Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Spurenelemente angegeben. Doch deren Mengen sind so gering, dass sie schlichtweg keine Rolle spielen. Ein Vorteil des Sirups ist also nur im Geschmack zu suchen. (ais)