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Vier sticht

11.12.2017
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Die Ständige Impfkommission (STIKO) ändert ihre Empfehlungen zum Grippeschutz: Künftig sollen tetravalente Impfstoffe den dreifachen Influenzaschutz in den standardmäßigen STIKO-Empfehlungen ablösen.

Gültig wird die Empfehlung im Januar 2018, wenn die Impfexperten der STIKO ihre wissenschaftliche Begründung veröffentlichen. Dann entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss innerhalb von drei Monaten, ob der Vierfach-Impfstoff zur Kassenleistung wird.

Bislang haben die Krankenkassen ihren Versicherten lediglich die kostengünstigere Dreifach-Impfung erstattet. Gesetzlich Versicherte können nur dann den tetravalenten Influenza-Impfstoff auf Kosten der Kasse bekommen, wenn der Arzt das begründet, zum Beispiel mit einer schweren Grunderkrankung. Die STIKO empfiehlt eine Grippeschutzimpfung für Risikogruppen wie Ältere, chronisch Kranke und Schwangere.

Die Frage des Impfstoffs sorgt in Fachkreisen seit Längerem für Dis­kussionen. Befürworter des seit 2013/14 verfügbaren teureren Präparats argumentieren, die Menschen könnten damit­ besser geschützt werden. Die tetravalente Vakzine enthält jeweils zwei Influenza-A- und zwei Influenza-B-Stämme, während der Dreifach-Impfstoff nur über zwei A- und einen B-Stamm verfügt. Allerdings lässt sich nie sicher vor­hersagen, welche Virus­typen zirkulieren. (ew)