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Solarien nicht mehr im Trend

10.12.2018
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Die Deutschen besuchen Sonnenstudios deutlich seltener als noch vor 20 Jahren. Seit der Jahrtausendwende ist die Nutzung von Solarien um gut 85 Prozent gesunken, von im Mittel 11 auf 1,6 Prozent im Jahr 2015. 

Am häufigsten gehen die unter 35-Jährigen auf die Sonnenbank, doch auch bei ihnen hat sich die Rate stark vermindert: von 16 Prozent im Jahr 2001 auf etwa 4 Prozent. Diese Zahlen gehen aus einer Analyse der Arbeitsgruppe um Professor Dr. Matthias Augustin vom Institut für Versorgungs­forschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hervor.

Für ihre Erkenntnisse werteten die Wissenschaftler die Daten von 150 000 Mitarbeitern aus über 500 Firmen aus, die hautärztlich untersucht und dabei nach eventuellen Risikofaktoren für Hautkrebs gefragt wurden. Den markanten Rückgang der Nutzerzahlen von Solarien führen die Forscher auf die Einführung des Hautkrebsscreenings zurück. Die Besucherzahlen in Sonnenstudios nahmen auffällig in den Jahren 2008 und 2009 ab, also genau die Zeit, in der deutschlandweit ein Programm zum Screening von Hautkrebs eingeführt wurde. Damit ließ sich das Bewusstsein für die Erkrankung offenbar stark steigern, so die Forscher. Und auch ein Gesetz, das seit 2009 Minderjährigen den Besuch von Sonnenstudios untersagt, scheint Wirkung gezeigt zu haben, schreiben die Forscher. (ew)