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Bei Bissverletzungen immer zum Arzt gehen

Bissverletzungen von Haustieren sind nicht zu unterschätzen. Egal wie harmlos oder oberflächlich der Biss wirkt, man sollte immer zum Arzt gehen«, sagt Professor Michael J. Raschke, Präsident der Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).
Annette Immel-Sehr
15.05.2020  09:00 Uhr

Denn bei einem Biss werden Krankheitserreger des Tieres auf den Menschen übertragen. Unbehandelt können schwere Entzündungen mit dauerhaften Folgeschäden entstehen.

Besonders gefährlich sind Katzenbisse. Katzen haben sehr spitze Schneidezähne, die tief eindringen. Bakterien gelangen dadurch bis auf Sehnenscheidenhöhe, Gelenke oder Knochen. »Die wahre Verletzungstiefe wird oftmals unterschätzt. Einige Beschwerden können sich innerhalb von Stunden so dramatisch verschlechtern, dass umgehend operiert werden muss. Nur durch sofortiges Handeln können schwere und zum Teil lebensbedrohliche Folgeschäden vermieden werden«, erklärt Raschke.

Um eine Infektion zu verhindern, sollte ein Arzt die frische Wunde reinigen und desinfizieren. Meist erfolgt eine Wundspülung, um die Krankheitserreger aus dem Bisskanal zu spülen. Des Weiteren kontrolliert der Arzt den Tetanus-Impfstatus und klärt gegebenenfalls einen Tollwutverdacht ab.

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