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Deutsche Herzstiftung

Bei Herzschwäche auf Eisenwert achten

»Eisenmangel gilt heute als eine Begleitkrankheit der Herzschwäche und kann auch ohne jede Blutarmut vorliegen. Eine standardmäßige Überprüfung der Eisenwerte bei Herzschwäche ist deshalb wichtig«, sagt der Kardiologe Professor Dr. med. Dietrich Andresen, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung in einer Pressemitteilung.
Deutsche Herzstiftung/Isabel Weinert
09.04.2020
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 Der Experte warnt: »Ein chronisch niedriger Eisenwert im Blut kann die Herzinsuffizienz sogar dramatisch verstärken.« Eisenmangel führe insbesondere zu Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche der meist ohnehin geschwächten Herzpatienten und beeinträchtige deren Lebensqualität. Umgekehrt wisse man, dass eine intravenöse Eisenzufuhr die Lebensqualität verbessert und die Zahl der Krankenhausaufenthalte der Betroffenen senkt.

»Forschungsergebnisse für die Weiterentwicklung dieser noch neuen Therapieoption und die Entwicklung neuer Therapieansätze sind deshalb notwendig«, unterstreicht Andresen. Insbesondere über die genauen Zusammenhänge zwischen Eisenmangel in den Herzmuskelzellen, dem Eisenstoffwechsel und der Entwicklung einer Herzinsuffizienz bedarf es weiterer medizinischer Erkenntnisse. Ein wichtiger Schritt hierfür ist getan: Die Deutsche Herzstiftung fördert mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung mit 60.000 Euro das Forschungsvorhaben »Einfluss von Eisensubstitution auf die Herzinsuffizienzentwicklung« unter der Leitung von Professor Dr. med Karl Toischer.

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