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Aquagymnastik

Bei Kreuzschmerzen ab ins Wasser

Fachlich angeleitete Aquagymnastik reduzierte Rückenschmerzen in einer kleinen chinesischen Studie effektiver als eine physikalische Behandlung mit transkutaner elektrischer Nervenstimulation (TENS) und Infrarot-Wärmetherapie.
Elke Wolf
04.02.2022  12:30 Uhr

Laut chinesischen Forschenden der Shanghai University of Sport schneidet Aquagymnastik zumindest bei leichteren Beschwerden deutlich besser ab als eine Kombination aus TENS und Wärmetherapie. Ob der Effekt jedoch explizit auf das Training im Wasser oder eher auf die Bewegung an sich zurückzuführen ist, bleibt offen.

Dazu erhielten die 113 Studienteilnehmer, die zwischen 18 und 65 Jahre alt waren und seit mehr als drei Monaten Kreuzschmerzen hatten, über einen Zeitraum von drei Monaten entweder zweimal pro Woche eine TENS und Infrarot-Wärmetherapie (jeweils 30 min) oder gingen zwei pro Woche zur einstündigen Wassergymnastik, bei der sich die Trainingsbelastung anhand der Herzfrequenz orientierte.

Drei, sechs und auch zwölf Monate nach der Behandlung waren Patienten in der Wassergymnastik-Gruppe signifikant weniger durch ihre Rückenschmerzen beeinträchtigt als Patienten, die die physikalische Therapie erhielten. Nach zwölf Monaten nahm der Schmerz bei den Aquasportlern signifikant stärker ab als bei den Wärme-Anwendern. Die Wissenschaftler betonen, dass die Unterschiede nicht nur signifikant, sondern auch klinisch relevant, also spürbar für den Patienten waren. Das Training im Wasser habe für einen besseren Schlaf und eine insgesamt bessere Lebensqualität gesorgt.

Körperliche Aktivität und Bewegung sind laut Nationaler Versorgungsleitlinie »Nicht spezifischer Kreuzschmerz« die wichtigsten Bausteine sowohl in der Prävention als auch in der Therapie von Rückenschmerzen.

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