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Floh & Co bei Hund & Katz

Bei unliebsamen Fellbewohnern in die Apotheke

Nicht nur Menschen finden bei gesundheitlichen Problemen Hilfe in der Apotheke. Auch wenn es um die Gesundheit von Haustieren geht, hat die Apotheke den einen oder anderen guten Rat und bietet Lösungen an. So könne man zum Beispiel bei Flöhen und Zeckenbefall bei Hunden und Katzen gut helfen, erklärt der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV.
Apothekerverband Rheinland-Pfalz
18.03.2021  14:00 Uhr

Hunde- und Katzenbesitzer wissen es: Anders als bei Medikamenten für die Menschen werden die meisten Tierarzneimittel direkt vom Veterinär mitgegeben. Doch bei verschiedenen Symptomen reicht auch ein Gang in die Apotheke. »Kratzt sich Hund oder Katze übermäßig oft, kann mit einem speziellen Läusekamm überprüft werden, ob Flöhe im Fell sind«, erklärt Petra Engel-Djabarian aus dem Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. »Dazu fährt man mit dem engzinkigen Kamm durch das Fell und die Unterwolle. Das, was in den Zinken hängen bleibt, streift man dann auf ein feuchtes Papiertuch. Gibt es dort dann schwarz-rötliche Spuren, weist das auf Flöhe hin, denn Floh-Kot enthält Blut«, erklärt die Apothekerin.

Helfen können dann sogenannte Spot-on-Tropfen, die regelmäßig im Nacken oder zwischen den Schulterblättern des Tieres auf die Haut getropft werden. Aber Achtung: Mittel, die für Hunde gut geeignet sind, können Katzen sogar schaden. »In der Apotheke wissen wir, welche Produkte für welches Tier geeignet sind und beraten auch zur Wirkungsweise, Anwendungshäufigkeit und Dosierung.«

Nicht einfach Humanarzneimittel verabreichen

Gute Beratung rund um die Gesunderhaltung von Hund und Katze ist insbesondere dann wichtig, wenn Medikamente, die eigentlich für Menschen gemacht wurden, zum Einsatz am Tier kommen sollen. Hier gilt: Nicht alle Arzneimittel für Menschen sind auch für Tiere geeignet. Und hinzukommt: Selbst, wenn diese Arzneimittel zwar grundsätzlich für Tiere geeignet sind, sind sie nicht immer für alle Tiere unterschiedslos einsetzbar. Manchmal gibt es sogar rassespezifische Besonderheiten.

Engel-Djabarian erklärt ein Beispiel: »Durchfall bei Hunden kann man durchaus mit entsprechenden Produkten behandeln, die auch wir Menschen einnehmen können – natürlich in anderen Dosierungen. Aber: Collies können im Unterschied zu anderen Hunderassen zum Beispiel den durchaus gängigen Wirkstoff Loperamid nicht vertragen.« Die Apothekerin rät deshalb dringend: »Verlassen Sie sich nicht auf die Tipps anderer Tierhalter. Die können im Zweifel für Ihren Liebling lebensgefährlich sein.« Bei gesundheitlichen Störungen sollte deshalb zum Wohl des Tieres immer der Rat vom Tierarzt oder der örtlichen Apotheke eingeholt werden.

Sonderfall: Tiere zur Lebensmittelgewinnung

Wichtig auch: Für Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen, gibt es in punkto Arzneimittel ganz spezielle und strenge Vorschriften und zusätzlich in der Apotheke eine aufwändige Dokumentationspflicht. Unter diese Rubrik fallen auch Ziegen, Hühner oder Lämmchen, die als reine Haustiere gehalten werden und vom Besitzer nicht als Lebensmittel angesehen werden. »Ein für den Menschen rezeptfreier Wirkstoff kann für die Anwendung am Tier durchaus verschreibungspflichtig sein«, erklärt Apothekerin Engel-Djabarian. »Deshalb darf man zum Beispiel für seine Ziege oder sein Lämmchen bei uns nicht einfach ein Schmerzmittel oder einen Hustensaft einkaufen! Diese Tiere unterliegen auf Grund ihrer Art automatisch diesen strengen Vorschriften.«

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