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Allergie

Bei Wespenstich Ruhe bewahren

Im Spätsommer und Herbst häufen sich wieder die Fälle von Insektenstichen. Doch nicht jeder, der auf einen Stich stärker reagiert, benötigt weitere allergologische Untersuchungen. 
Annette Immel-Sehr
19.09.2019  12:00 Uhr

Darauf weist die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. hin. Nur sehr wenige Patienten mit starken Lokalreaktionen erleiden bei zukünftigen Stichen einen allergischen Schock, meist tritt aber erneut eine starke Schwellung auf. Diese kann durch eine frühzeitig eingeleitete Lokalbehandlung gelindert werden.

Die Indikation für eine Antikörper-Testung auf Insektengift ist nur gegeben, wenn bereits direkt nach einem Stich eine schwere allergische Sofortreaktion, zum Beispiel mit Nesselsucht, Kreislaufproblemen oder Atemnot aufgetreten ist. Ansonsten machen sich Betroffene unnötig Sorgen. Denn bis zu 40 Prozent der Erwachsenen und bis zu 50 Prozent der Kinder haben Insektengift-Antikörper ausgebildet, sind also sensibilisiert, aber nur 3,5 Prozent reagieren schwer allergisch. Insofern sollte der Test nur dann erfolgen, wenn er als Vorbereitung für eine Behandlung notwendig ist.

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