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Neuer Gehaltstarifvertrag

Berufsjahre und Tarifbindung – das müssen PTA wissen

Die Apothekengewerkschaft Adexa und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) haben sich geeinigt: Ab dem 1. Januar 2022 gilt ein neuer Gehaltstarifvertrag. Welche Rolle eine Tarifbindung und die Anzahl der Berufsjahre dabei spielen – und wie man diese ermittelt.
Katja Egermeier
12.01.2022  14:30 Uhr
Berufsjahre und Tarifbindung – das müssen PTA wissen

Für PTA, PI und Approbierte bedeutet der neue Gehaltstarifvertrag zunächst einmal 200 Euro mehr Gehalt pro Monat, für PKA sogar 225 Euro – in allen Berufsjahresgruppen. Zum 1. Januar 2023 ist zudem eine weitere Gehaltserhöhung um 3,0 Prozent vereinbart worden. Diese beiden Tarifabschlüsse haben eine Laufzeit von jeweils zwölf Monaten und gelten für alle Kammerbezirke mit Ausnahme von Nordrhein und Sachsen. Im Kammerbezirk Nordrhein wurde bei Redaktionsschluss noch für den neuen Tarifvertrag verhandelt, im Kammerbezirk Sachsen gelten die Tarifvereinbarungen dagegen nicht. Der Sächsische Apothekerverband ist nicht Mitglied im ADA. Nach Informationen der Pharmazeutischen Zeitung laufen jedoch weiterhin Gespräche zwischen der Adexa und dem Verband über eine mögliche Zusammenarbeit.

Wie viel eine PTA nun genau erhält, richtet sich auch danach, in welche der fünf Tarifgruppen sie fällt. Diese wiederum orientieren sich an den Berufsjahren: So erhalten PTA im 1. und 2. Berufsjahr, der niedrigsten tariflichen Eingruppierung, nun 2349 Euro und ab Januar 2023 dann 2419 Euro. Die höchste Eingruppierung wird ab dem 15. Berufsjahr mit einem Gehalt von 2983 Euro beziehungsweise 3072 Euro erreicht.

Berufsjahresgruppe Tarifgehalt 2022 Tarifgehalt 2023
1. bis 2. Berufsjahr 2349,00 Euro 2419,00 Euro
3. bis 5. Berufsjahr 2464,00 Euro 2538,00 Euro
6. bis 8. Berufsjahr 2657,00 Euro 2737,00 Euro
9. bis 14. Berufsjahr 2868,00 Euro 2954,00 Euro
Ab 15. Berufsjahr 2983,00 Euro 3072,00 Euro

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