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Neuer Gehaltstarifvertrag

Berufsjahre und Tarifbindung – das müssen PTA wissen

Berufsjahre berechnen – so geht‘s

Wie die Berufsjahre berechnet werden, wird in § 14 des Bundesrahmentarifvertrags erklärt. Startzeitpunkt für die Berechnung ist der Erste des Monats, der auf die Erteilung der Erlaubnis zur Berufsausübung folgt. Ab da zählt bei pharmazeutischen Mitarbeitern wie PTA zu den anerkannten Berufsjahren die Zeit, die man – im räumlichen Geltungsbereich des Tarifvertrags, also in Deutschland – beispielsweise in einer Apotheke, PTA-Lehranstalt, Pharmazieschule oder der Berufsschule gearbeitet hat.

Die Zeiten, die in einer Apotheke außerhalb Deutschlands gearbeitet werden, können jedoch auch angerechnet  werden – sofern es sich um eine Apotheke innerhalb der EU handelt und die Berufsqualifikation zuvor in Deutschland erlangt worden ist. Gleiches gilt für die Zeiten, die im räumlichen Geltungsbereich des Tarifvertrages als Grundwehr- und Ersatzdienst abgeleistet wurden und jene, die Apothekenmitarbeiter nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz als Elternzeit in Anspruch genommen haben. Letztere werden mit zwölf Monaten pro Kind, begrenzt auf insgesamt zwei Jahre, als Berufsjahre angerechnet.

Bei einer Beschäftigung in Teilzeit gilt: Wurden mindestens 20 Wochenstunden geleistet, wird die Tätigkeit voll auf die Berufsjahre angerechnet. Liegt die Arbeitszeit unter dieser Stundenzahl, wird mit der entsprechenden Quote im Verhältnis zur vollen tariflichen Arbeitszeit gerechnet.

Da der Arbeitgeber nicht verpflichtet ist, auf die Berufsjahre seiner Arbeitnehmer zu achten, empfiehlt es sich, diese stets selbst im Blick zu behalten. Gehaltserhöhungen durch den Übergang in eine höhere Berufsjahrgruppe werden häufig nicht automatisch umgesetzt, sondern erfordern einen Hinweis an den Arbeitgeber.

Voraussetzung Tarifbindung

Einen Rechtsanspruch auf diese und alle weiteren Leistungen des Tarifvertrags hat man nur dann, wenn beide Seiten – Arbeitnehmer wie Arbeitgeber – Mitglied in der jeweiligen Tariforganisation sind. PTA (beziehungsweise jeder Angestellte einer öffentlichen Apotheke) müssen also Mitglied bei Adexa, der Arbeitgeber Mitglied im ADA beziehungsweise der TGL Nordrhein sein. Nur dann werden die Bedingungen des Arbeitsverhältnisses automatisch an die verbesserten Tarife angeglichen. Einen Anspruch kann es jedoch auch geben, wenn beide Seiten dies im Arbeitsvertrag festgehalten haben. Voraussetzung ist weiterhin, dass der Arbeitnehmer in einer öffentlichen Apotheke angestellt ist. Dazu zählen alle in Deutschland tätigen Apotheken mit Ausnahme von Krankenhausapotheken.

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