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Grippaler Infekt

Besser schlafen bei Schnupfen & Co.

Ein erholsamer Schlaf ist wichtig für die Gesundheit – das ist keine neue Erkenntnis. Doch wer erkältet ist, schläft schlecht. Bei einer Pressekonferenz der Firma Procter & Gambel informierten Wissenschaftler über Ursachen und Folgen von unruhigem Schlaf.
Caroline Wendt
19.11.2019
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»Es gibt nichts Besseres, als gut zu schlafen«, erklärte Dr. Neil Stanley, unabhängiger Schlafexperte und Autor des Buches »How to Sleep Well«. Denn Schlaf sei wichtig für die mentale, physische und emotionale Gesundheit. Doch wir können nur dann gut schlafen, wenn wir uns sicher fühlen und keine Gefahr droht. Unsere Vorfahren mussten immer auf der Hut sein, sei es vor Raubtieren oder dem Ausbruch eines Feuers. Glücklicherweise müssen wir uns heute nicht mehr vor Säbelzahntigern fürchten. Doch auch Stress oder gesundheitliche Bedrohungen können die Schlafqualität mindern. Ist man beispielsweise erkältet und bekommt aufgrund einer verstopften Nase schlecht Luft oder muss häufig husten, seien das Warnsignale des Körpers. Diese sagen zum Beispiel aus: »Achtung, ich bekomme keine Luft«. Auch Schmerz sei ein direkter Auslöser, der den ungestörten Nachtschlaf unterbrechen kann, erklärte Stanley.

Ein erholsamer Schlaf sei jedoch ein Booster für das Immunsystem. Er schütze vor Infektionen und helfe dem Körper, Infektionen zu bekämpfen. »Deshalb sollten wir dem Bedürfnis, uns ins Bett zu legen, wenn es uns schlecht geht, ruhig nachgeben«, konstatierte der Schlafexperte.

»Das Problem ist zudem nicht die Unterbrechung des Schlafes, sondern die Tatsache, dass man danach nicht wieder einschlafen kann«, erklärte Stanley. Je älter man werde, umso schlechter gelinge das häufig. Ein bis zweimal in der Nacht aufzuwachen, stelle in der Regel kein Problem dar. Doch bereits bei fünf bis sechs Mal sei es medizinisch relevant und habe Einfluss auf die Gesundheit.

Doch nicht nur die Gesundheit, auch die Leistung könne bei Schlafmangel in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine Studie mit mehr als 3000 Kindern im Altern zwischen 13 und 19 Jahren habe gezeigt, dass Kinder mit schlechten Noten im Durchschnitt 25 Minuten weniger pro Nacht schlafen als Kinder mit guten Noten, berichtete Stanley. Zudem würden Kinder mit schlechten schulischen Leistungen etwa 40 Minuten später zu Bett gehen als die Jugendlichen aus der Vergleichsgruppe. »Bei Erwachsenen ist das nicht anders, nur wird hier die Leistung nicht durch Noten beurteilt«, so Stanley. Doch sei es beispielsweise nachgewiesen, dass ein gestörter Schlaf zu mehr Sportunfällen führe. Und auch im Straßenverkehr sei ein müder Autofahrer eine Gefahrenquelle. Genau wie Alkohol führe Schlafmangel zu einer verringerten Reaktionsfähigkeit und erschwere es, Situationen richtig einzuschätzen.

Ausgeruht aufwachen

Einmal erkältet sei es daher umso wichtiger, möglichst gut zu schlafen. Hierbei könnten Erkältungssalben wie Wick Vaporub hilfreich sein, sagte Stanley. Wie eine Doppelblindstudie mit dem Präparat mit 100 Erkältungspatienten gezeigt habe, verbesserte sich die Schlafqualität im Vergleich zu Placebo um 58 Prozent. 75 Prozent der Probanden, die das Verum erhalten hatten, fühlten sich beim Aufwachen zudem ausgeruhter.

Hierfür seien die unterschiedlichen Komponenten in Wick Vaporub verantwortlich, berichtete Dr. Gillian Philipson, Wissenschaftlerin bei Procter & Gamble. Menthol aus Pfefferminzöl und das im Eukalyptusöl enthaltene Cineol wirken über den TRPM8-Rezeptor auf den Epithelzellen der Nasenschleimhaut. Es wird vermutet, dass die Wechselwirkung mit diesem Rezeptor dafür verantwortlich ist, dass die Patienten das Gefühl der Befreiung einer verstopften Nase empfinden. Über weitere Rezeptoren in den oberen Atemwegen sei auch bei Husten ein kleiner positiver Effekt bemerkbar. Campher habe zudem die angenehme Wirkung, dass es vasodilatierend wirke, also die Gefäße der Haut erweitere und dadurch eine angenehme Wärme vermittele. Der vierte Inhaltsstoff, das Terpentinöl, könne Husten reduzieren. Die Grundlage des Balsams ist weißes Paraffin. »Dieses verhindere den transepidermalen Wasserverlust und die dermale Aufnahme der aktiven Inhaltsstoffe«, so Gillian. Zudem sei es für die lange Wirkdauer des Balsams verantwortlich.

Diese betrage bis zu acht Stunden. So können Erwachsene und Kinder über sechs Jahren zwei bis vier Mal täglich von einer Einreibung mit dem Erkältungsbalsam profitieren. Bei Kindern zwischen zwei und sechs Jahren reicht eine zwei bis dreimal tägliche Anwendung aus. Hier sollte der Balsam zudem nur auf Brust und Rücken und nicht im Bereich von Nase und Gesicht aufgetragen werden. Unter zwei Jahren sind Präparate mit Menthol, Cineol oder Campher jedoch absolut kontraindiziert, da die ätherischen Öle bei den Kindern reflektorische Glottiskrämpfe (Kehlkopfkrampf), Bronchospasmen und Asthma-ähnliche Zustände bis hin zum Atemstillstand auslösen können.

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