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Gewichtsdecken

Besser schlafen mit schwerer Bettdecke

Einfach und sicher: Mehrere Kilogramm schwere Bettdecken können Schlafstörungen enorm verbessern. Das berichten schwedische Forscher in der Fachzeitschrift »Journal of Clinical Sleep Medicine«. Demnach haben Patienten, die sogenannte Gravity- oder Gewichtsdecken verwendet hatten, deutllich besser geschlafen und sich tagsüber weniger müde gefühlt.
Katja Egermeier/Aponet
30.09.2020  14:00 Uhr

Für ihre Untersuchung ließen die Forscher Studienteilnehmer vier Wochen lang unter sechs bis acht Kilogramm schwere Bettdecken schlafen. Das Ergebnis: Sie litten deutlich weniger an Schlaflosigkeit, schliefen besser durch, waren tagsüber aktiver und weniger müde, depressiv oder ängstlich. Im Vergleich zur Kontrollgruppe mit Verwendung einer normal schweren Decke war bei der schweren Decken die Wahrscheinlichkeit, Schlaflosigkeit zu mindern, erheblich höher: 26-mal häufiger reduzierte sich die Schlaflosigkeit um die Hälfte, 20-mal häufiger verschwand sie sogar vollständig.

»Eine mögliche Erklärung für die beruhigende und schlaffördernde Wirkung ist der Druck, den die Decke auf verschiedene Stellen des Körpers ausübt und damit das Tastgefühl stimuliert, ähnlich wie bei Akupressur und Massage«, erklärt der Psychiater Dr. Mats Alder von der Abteilung für klinische Neurowissenschaften am Karolinska Institutet in Stockholm.

Auch die Teilnehmer aus der Kontrollgruppe, die nach vier Wochen ebenfalls auf eine schwere Decke wechselten, zeigten einen ähnlichen Effekt wie diejenigen, die schon während der ersten vier Wochen unter einer schweren Decke geschlafen hatten: Nach zwölf Monaten zeigten 92 Prozent der Benutzer schwerer Decken positive Ergebnisse, und bei 78 Prozent war die Schlaflosigkeit vollständig verschwunden.

Die meisten Teilnehmer hätten sich nach den ersten vier Wochen auch dazu entschieden, die schwere Decke für ein Jahr weiterzuverwenden. Nur ein Teilnehmer brach die Studie wegen Angstgefühlen bei der Verwendung solch einer Decke ab.

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