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Schuppenflechte

Bessere Psoriasis-Therapie dank Biologika

Bei bis zu 30 Prozent der Schuppenflechte-Patienten tritt eine entzündliche Gelenkerkrankung, die Psoriasis-Arthritis (PsA), auf. In rund 70 Prozent der Fälle beginnen die Gelenkbeschwerden nach den Hauterscheinungen, aber auch die umgekehrte Reihenfolge kommt vor, ebenso wie das gleichzeitige Auftreten der Symptome. Die Beschwerden einer PsA ähneln denen einer rheumatoiden Arthritis (RA): Die entzündeten Gelenke schmerzen, schwellen an und sind nur schwer beweglich. Aber anders als eine RA beginnt eine PsA meist schleichend, und – ein weiterer Unterschied – die Gelenkbeschwerden treten bei der PsA oft asymmetrisch auf. Das heißt, die Entzündungen entstehen nur oder vorwiegend in einer Körperhälfte. Charakteristisch ist dabei, dass die PsA meist die Gelenke eines Fingers oder einer Zehe betrifft, welche dann anschwellen (»Wurstfinger«, »Wurstzehe«).

Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit einer schweren Psoriasis das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht ist. Zum einen kommen kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Adipositas, Hypertonie und Diabetes bei ihnen gehäuft vor, aber auch die Hauterkrankung selbst scheint ein eigener Risikofaktor zu sein. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) rät den Betroffenen in diesem Zusammenhang, Blutdruck und Blutfettwerte regelmäßig beim Arzt überprüfen zu lassen und auf eine gesunde Lebensführung zu achten.

Zahlreiche Komorbiditäten, großer Leidensdruck und bisher keine Heilungsmöglichkeit: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Psoriasis im Jahr 2014 in die Liste der besonders schweren Krankheiten aufgenommen, auf deren Behandlung größtmögliche Aufmerksamkeit liegen sollte. Die Schuppenflechte steht damit in einer Reihe mit Atemwegserkrankungen, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.

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