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Institut warnt

Bienenwachstücher nicht für Fettiges

Mit Bienenwachs überzogene Stofftücher gelten als ökologische Alternative zu Alu- und Frischhaltefolie – doch nicht für bestimmte Lebensmittel, teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit.
Elke Wolf
27.01.2022  12:00 Uhr

Mit Bienenwachs überzogene Stofftücher gelten als ökologische Alternative zu Alu- und Frischhaltefolie. Das BfR warnt aber davor, dass durch die Tücher beim Verpacken Wachsbestandteile auf die Lebensmittel übergehen können. Das gelte besonders für Fettiges wie Gebäck, Kuchen, Wurst oder Käse.

Als Ölbestandteil kommt bei den Tüchern oft Jojobaöl zum Einsatz. Dies sorgt für mehr Geschmeidigkeit, damit das Bienenwachs nicht brüchig wird und sich nicht vom Stoff löst. Da ein Übergang von Jojobaöl aus den Bienenwachstüchern bei Kontakt mit fettigen Lebensmitteln sehr wahrscheinlich ist, rät das BfR von seinem Einsatz ab. Jojobaöl zeige in Tierversuchen toxische Wirkungen.

Zudem solle man keine rohen tierischen Lebensmittel in die Tücher einschlagen. Sie lassen sich nicht bei hohen Temperaturen reinigen, da dies das Beschichtungsmaterial beschädigt. Dann könnten Keime aus tierischen Lebensmitteln über die wiederverwendeten Tücher auf andere Lebensmittel übergehen. Zum Umhüllen von Obst und Gemüse eignen sie sich besser.

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