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Coronavirus
Biontech oder Moderna? Die Impfstoffe im Vergleich

Wie gut schützen die Impfstoffe nach der ersten Dosis?

Zieht man die Briefing-Dokumente der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zu dem Moderna-Impfstoff und dem Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer zu Rate, so kann man die Wirksamkeiten beider Impfstoffe in den Tagen 1 bis 14 nach der ersten Dosis kalkulieren: Diese betragen für den Moderna-Impfstoff 50,8 Prozent (»after dose 1 to 14 days after dose 1«) und für den Biontech/Pfizer-Impfstoff 52,4 Prozent (»after Dose 1 to before Dose 2«).

Diese Daten sind vor allem angesichts der Überlegung von Bedeutung, die Verabreichung der zweiten Impfdosis zu verzögern, um schnell mehr Menschen die erste Dosis verabreichen zu können. Es sei allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Analysen vorsichtig zu bewerten sind. Zudem erlauben sie nur eine Schätzung der Effizienz für die ersten 14 Tage nach der ersten Impfung. Da jedoch alle Probanden eine zweite Dosis erhielten, kann man bestenfalls mutmaßen, mit welcher Wirksamkeiten man nach nur einer einzigen Dosis nach einem längeren Beobachtungszeitraum rechnen kann.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

An der Phase-III-Studie von Biontech/Pfizer beteiligten sich etwa 44.000 Teilnehmer, bei Moderna waren es rund 30.000. Unabhängig vom Präparat gaben viele Studienteilnehmer Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit sowie Kopf- und Muskelschmerzen an. Manche litten auch an Fieber und Schüttelfrost.

Im Allgemeinen waren die Nebenwirkungen schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit ab. Bei beiden Impfstoffen traten die Begleiterscheinungen öfter bei der zweiten Impfdosis auf. Im Vergleich zu Grippe-Impfstoffen gab es häufigere Nebenwirkungen.

Wer soll nicht geimpft werden?

Der Biontech/Pfizer-Impfstoff ist für Menschen ab 16 Jahren vorgesehen. Der von Moderna ist ab 18 Jahren gedacht, obwohl das Unternehmen kürzlich damit begonnen hat, seinen Impfstoff bei 12- bis 17-Jährigen zu testen. Eine Impfempfehlung für Kinder ist laut Robert Koch-Institut »noch nicht absehbar«. Studien dazu seien jedoch geplant.

Einigkeit besteht darin, wer nicht geimpft werden soll. Menschen mit einer allergischen Reaktion auf einen der Inhaltsstoffe oder mit schweren allergischen Reaktionen nach einer vorherigen Dosis.

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