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Demenz

Blutdruckschwankungen als Risikofaktor

Ein entscheidender Risikofaktor für die Entstehung von Demenz ist Bluthochdruck. Dass dabei vermutlich nicht nur die absoluten systolischen Werte entscheidend sind, sondern auch Blutdruckschwankungen, haben jetzt australische Forschende der Universität Sydney herausgefunden.
Elke Wolf
31.08.2021  14:00 Uhr

Forscher um Dr. Matthew Lennon von der Universität in Sydney analysierten die Daten von acht Kohortenstudien mit mehr als 13.000 Teilnehmern. Dazu berechneten sie aus den Unterschieden bei den einzelnen Blutdruckmessungen die Blutdruckvariabilität und setzten diese ins Verhältnis zur kognitiven Leistung. Mitbestimmende Faktoren wie Alter, Geschlecht oder verschiedene Begleiterkrankungen rechneten die Forscher aus ihren Ergebnissen heraus.

Patienten mit einer hohen Variabilität in ihren Blutdruckwerten zeigten nach durchschnittlich 3,4 Jahren eine signifikant schlechtere kognitive Funktion als solche mit geringerer Blutdruckbreite. Und: Je variabler die Blutdruckwerte, umso schlechter vielen die Ergebnisse im Mini-Mental-Status-Test oder in anderen speziellen Tests zu Aufmerksamkeit und Verhaltenskontrolle aus, stellte Lennon Zusammenhänge beim Internationalen Alzheimerkongress in Denver vor. Die Ergebnisse deuten auch daraufhin, dass eine starke Blutdruckvariabilität unabhängig von der Höhe des absoluten Blutdrucks den geistigen Verfall beschleunigt.

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