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Dem Mangel entgegenwirken

BVpta stellt Agenda vor

Neben den Apothekerinnen und Apothekern gehören PTA zu den am meisten gesuchten Berufen im Gesundheitswesen. Obwohl die Pharmazeutisch-technischen Assistenten ein hohes gesellschaftliches Ansehen in der Bevölkerung genießen, entscheiden sich dennoch immer weniger junge Menschen dafür, die Ausbildung zu beginnen.
Carmen Steves
07.05.2021  09:00 Uhr

Ein Teil des Problems könnte schon dadurch gelöst werden, dass die Berufsanwärter demnächst kein Schulgeld mehr aus ihrer eigenen Tasche bezahlen müssen. Dies ist politisch bereits beschlossen aber längst nicht in allen Bundesländern umgesetzt.

Darüber hinaus fehlt es aber potenziellen Interessenten auch an ausreichenden Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung sowie beruflichen Perspektiven. Um dem nachhaltig entgegenzuwirken, hat der Bundesverband PTA eine berufspolitische Agenda entwickelt, die der Verband aktuell vorgestellt hat. Auf insgesamt sechs Seiten beschreibt der Fachverband darin den Status Quo des Berufes und entwickelt zukunftsorientierte Vorschläge zu dessen Weiterentwicklung. Ziel ist es unter anderem, qualifizierte junge Menschen wieder für diese Ausbildung zu begeistern und PTA im Beruf lohnende Perspektiven zu bieten. 

»Alle, die sich für den PTA-Beruf einsetzen möchten, müssen zielorientiert nach Lösungen suchen« erklärt Carmen Steves. Die Bundesvorsitzende des BVpta ist zudem davon überzeugt, dass man der Probleme wie nicht mehr voller Klassen in den PTA-Schulen und der zunehmenden Schülerzahl mit Sprachschwierigkeiten nur gemeinsam entgegenwirken kann. Daher ist der BVpta zur Entwicklung des Lehrplans der Ausbildung nach dem am 01. Januar 2023 in Kraft tretenden PTA Reformgesetz bereits eine Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft theoretische und praktische Ausbildung der Deutschen pharmazeutischen Gesellschaft eingegangen.

Den Präsidenten der Apothekerkammern und Vorsitzenden der Apothekerverbände hat der BVpta ebenfalls angeboten, gemeinsam tätig zu werden. »Wir müssen dringend alles dafür tun, dass freie PTA-Stellen möglichst schnell wieder besetzt werden können«, so Steves. Nur so könne man die stetig zunehmende Überlastung der Apothekenteams und -inhaber vermeiden.

»Die Apotheken in Deutschland brauchen jetzt schnell ein starkes Signal der Geschlossenheit und überzeugende Konzepte«, ist Steves überzeugt. »Denn ohne qualifizierte PTA ist die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung durch Apotheken nicht möglich«.

Die berufspolitische Agenda des BVpta steht auf der Webseite des Verbandes zum Download bereit.

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