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Zwei, die sich ergänzen

Chlorid: Perfekt als Duo mit Natrium

Achtung, Wechselwirkung!

Die Einnahme von Diuretika wie zum Beispiel Furosemid, Etacrinsäure oder Hydrochlorothiazid kann zu Elektrolytstörungen mit veränderten Natrium- und Kalium- und somit auch veränderten Chloridwerten führen. So geht die sogenannte Hypochlorämie als eine Form der Elektrolytstörung zum Beispiel durch Erbrechen und Durchfall sowie durch eine metabolische Alkalose, Diuretika oder auch eine Chemotherapie mit einer verminderten Konzentration von Chlorid im Blut einher. Gegebenenfalls muss nach ärztlicher Diagnose eine Substitution mithilfe entsprechender Elektrolytlösungen erfolgen.

Falsch dosiert, was nun?

Toxische Wirkungen von Chlorid sind nicht bekannt. Es konnten aber Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System bei einer zu hohen Zufuhr von Kaliumchlorid als Kochsalzersatzmittel beobachtet werden. Dieses Diätsalz enthält statt des Natriums den Mineralstoff Kalium und findet sich im Speisesalz als auch in Nahrungsergänzungsmitteln. Es wird kontrovers diskutiert, inwieweit Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System auf das enthaltene Chlorid zurückführen sind.

Die tolerierbare Chlorid-Menge pro Tag liegt gemäß »Institute of Medicine« (IOM) bei 3,6 Gramm für Erwachsene.

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