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Abführen in zwei Schritten

Darmspiegelung: So bereiten Sie sich vor

Medikamenten-Check

Die gründliche Darmreinigung beeinflusst die Resorption verschiedener Arzneistoffe, sie verlieren an Wirksamkeit. Das gilt etwa für orale Kontrazeptiva. Um deren eingeschränkte Wirkung zu kompensieren, gilt es, bis zum Ende des Zyklus zusätzlich andere Verhütungsmethoden wie Kondome zu verwenden. Die veränderten und vor allem nicht vorhersehbaren Resorptionsbedingungen sind vor allem für Hypertonika, Antiepileptika oder orale Antidiabetika von Belang.

In jedem Fall ist die Medikation im Vorfeld mit dem zu behandelnden Gastroenterologen zu besprechen. In keinem Fall darf der Patient Arzneimittel einfach weglassen. PTA und Apotheker können hier wichtige Hinweise geben. Im Regelfall bleibt die gewohnte Medikation bis zum Tag des Eingriffs bestehen, nach der Koloskopie und Nahrungsaufnahme wird die Einnahme wie gewöhnlich fortgeführt.

Einen Sonderfall stellen blutverdünnende Medikamente dar. Zwar ist die Durchführung einer Koloskopie unter Therapie prinzipiell möglich. Doch können beim Eingriff keine Polypen oder Hämorrhoiden abgetragen werden. Deshalb müssen sowohl Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon als auch die neuen oralen Antikoagulanzien einige Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden. Eine Monotherapie mit Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel kann dagegen leitliniengemäß aufrechterhalten werden.

 

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