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Ursachen finden

Das hilft gegen Müdigkeit im Job

Viele berufstätige Menschen leiden nach eigenen Angaben unter Tagesmüdigkeit mit nachlassender Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Mit einigen einfachen Maßnahmen können die individuellen Ursachen der Tagesmüdigkeit meist schnell erkannt und beseitigt werden.
Andreas Nagel
05.09.2022  09:00 Uhr

Tagesmüdigkeit macht sich bei den meisten Menschen nicht nur durch ein subjektives Erschöpfungsgefühl bemerkbar, sondern oft auch durch häufiges Gähnen, nachlassende Konzentrationsfähigkeit und allgemeine Antriebslosigkeit. Im Straßenverkehr kann diese Müdigkeit die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen und im schlimmsten Fall durch den sogenannten »Sekundenschlaf« fatale Folgen haben. Wenn Müdigkeit und Erschöpfung zum dauerhaften Begleiter im Alltag werden, sollte man unbedingt den möglichen Ursachen auf den Grund gehen. Es gibt verschiedene Faktoren, die für eine Tagesmüdigkeit verantwortlich sein können.

Wenn Sie häufig sehr spät zu Bett gehen und daher wenig Schlaf bekommen, dann kann Schlafmangel der Grund für die Tagesmüdigkeit sein. Der persönliche Schlafbedarf ist bei Erwachsenen individuell sehr unterschiedlich. Für die meisten Menschen liegt er zwischen sechs und acht Stunden. Achten Sie daher auf ausreichenden Schlaf und auf feste Schlafzeiten. Wenn Sie jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen gehen und aufstehen, passt sich Ihr Körper diesem Rhythmus an.

Auch wer an Durchschlafstörungen leidet, ist am nächsten Tag verständlicherweise sehr müde. Wenn berufliche oder private Probleme, Stress und hohe Arbeitsbelastung der Grund für derartige Schlafstörungen sind, sollten diese Faktoren so schnell wie möglich beseitigt werden. Bei unklaren Gründen können die Ursachen der Schlafstörung oft in einem Arztgespräch erkannt werden. Schlafstörungen sollte man also keinesfalls als normal abtun oder als altersbedingt. Je länger man mit einer Therapie wartet, umso mehr kann sich die Störung verfestigen.

In vielen Mittelmeerländern ist neben dem Nachtschlaf ein zusätzlicher Mittagsschlaf ein völlig selbstverständlicher Teil des Tagesablaufs. Wer sich eine Siesta gönnt, erwacht in der Regel frisch, ausgeruht und leistungsfähig. Ein Kurzschlaf von zehn bis 15 Minuten baut meist deutlich mehr Energie auf als ein starker Kaffee. Im Internet finden Sie mit den Suchbegriffen »Power Nap« oder »Kurzschlaf« zahlreiche Tipps für ein erholsames Nickerchen. Manchen Menschen hilft es auch, im Laufe des Tages immer wieder einmal kurz die Augen zu schließen, sobald die Situation es zulässt. Auf diese Weise braucht der Körper kurzzeitig keine optischen Eindrücke zu verarbeiten und kann diese Zeit zur Regeneration nutzen. Das geht in der Mittagspause, im Zug, im Bus oder bei Wartezeiten. Kümmern Sie sich nicht darum, was andere Menschen über Ihre geschlossenen Augen denken, sondern erneuern Sie Ihre Kräfte auf diese Weise im Laufe des Tages immer wieder in kleinen Schritten.

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