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Nasenbluten

Das rote Rinnsal stoppen

Manchmal sind es nur Spuren von Blut, die das Nasensekret rötlich färben, ein andermal ergießt sich ein ganzer Schwall ins Taschentuch – Nasenbluten ist nicht alltäglich, aber in den meisten Fällen völlig harmlos und schnell zu stoppen. Die Apotheke bietet zudem einige Möglichkeiten zur Vorbeugung.
Barbara Döring
13.12.2022  12:00 Uhr

Nasenbluten wirkt oft dramatischer als es ist. Immerhin können schon wenige Milliliter Blut ein ganzes Taschentuch durchtränken. Das größte Problem ist in der Regel die Übelkeit, die entstehen kann, wenn die Blutung nicht richtig gestillt und Blut verschluckt wird.

Für Nasenbluten (medizinisch Epistaxis von griechisch »drauftröpfeln«) gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: »Entweder es wird im vorderen Bereich der Nase ein Gefäß verletzt oder – deutlich schwerwiegender – ein Gefäß im hinteren Bereich der Nase platzt«, erklärt Professor Dr. Klaus Bumm, HNO-Arzt an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Caritasklinikum Saarbrücken, im Gespräch mit PTA-Forum. »Viele Patienten kommen mit Nasenbluten zu uns, weil sie mit dem Finger in der Nase gebohrt haben«, sagt Bumm, für den das Thema Nasenbluten tägliche Routine ist. Die feinen Gefäße der Nasenschleimhaut werden mit dem Fingernagel leicht verletzt. »An einer Stelle im Bereich der Nasenscheidewand – dem »Locus Kiesselbachi, benannt nach dem Arzt Wilhelm Kiesselbach, der ihn erstmals beschrieb – liegen besonders viele Gefäße dicht an der Oberfläche, sodass es hier sehr schnell zur Blutung kommt.« Ein Schutzmechanismus, der Fremdkörper schnell aus der Nase schwemmt.

Auch wenn die Nasenschleimhaut durch Heizungsluft, Erkältungen oder Allergien trocken oder gereizt ist, können Gefäße leichter beschädigt werden und Blutungen entstehen. Dann reicht manchmal schon ein Niesen aus, um ein Gefäß zum Bluten zu bringen. Auch bei einem Stoß an die Nase oder einem Sturz ist das nicht ungewöhnlich. Viele Eltern haben es zudem schon erlebt, dass sich kleine Kinder etwas in die Nase stecken, dass die feinen Gefäße verletzt. In all diesen Fällen ist die Blutung lokal bedingt, die Ursache liegt also direkt im Bereich der Nase und lässt sich in der Regel schnell stillen.

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