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Das sagen STIKO, Politiker und Ärzte zur Impfung von Kindern

Von der Haltung der STIKO weicht dagegen die Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO) ab. Diese hat diese ihre Impfempfehlung für Kinder mit einem Update nun ausgeweitet. Sachsen hat als einziges Bundesland eine eigene Impfkommission. 

In diese neue Bewertung seien Daten aus den USA und Israel eingeflossen, so die SIKO. Die Nutzen-Risiko-Abwägung falle demnach zugunsten der Impfung für alle Kinder ab zwölf aus. Die Mediziner haben dabei vor allem den Zusammenhang zwischen einer Impfung und Herzmuskelentzündungen bei Jugendlichen und jungen Männern angeschaut. Die Sächsische Impfkommission bezieht ihre Empfehlung auf die Impfstoffe von Biontech und Moderna. 

Das sagt die Politik

Im Beschluss der Minister vom gestrigen Montag wurde betont, dass bei Impfungen von Kindern und Jugendlichen ärztliche Aufklärung und gegebenenfalls die Zustimmung der Sorgeberechtigten nötig sei. Die Angebote seien so auszugestalten, dass die »Freiwilligkeit der Annahme« nicht in Frage gestellt werde. Die Umsetzung liegt jeweils bei den Ländern.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek bekräftigte, er sehe in dem geplanten Angebot keinen Widerspruch zur STIKO. Eine individuelle Risikoabschätzung sei sehr wichtig, betonte der CSU-Politiker und Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister am Abend im ZDF-»heute journal«. Einen Konflikt mit der STIKO könne er aber nicht erkennen, »weil wir ja einen Weg gehen, den die STIKO durchaus für möglich hält. Und auf dieser Basis unterbreiten wir jetzt dieses Impfangebot

Auch Bundesminister Jens Spahn (CDU) hatte erklärt, ein solches Angebot zur individuellen Entscheidung von Eltern und Kindern stehe im Einklang mit den STIKO-Empfehlungen. Seinem Ministerium zufolge wurden bereits 900.000 Kinder zwischen 12 und 17 geimpft.

»Die Impfung schützt Jugendliche vor einer Erkrankung und ist ein wichtiger Baustein dafür, ihnen wieder mehr Normalität zu ermöglichen.«
Bärbel Bas, SPD-Fraktionsvize

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag), die Städte stünden bereit, Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren Impfungen zu ermöglichen. Sowohl Impfzentren als auch mobile Teams könnten das.

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