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Transitorische ischämische Attacke

Der kleine Schlaganfall

Risikofaktor Bluthochdruck

Rauchen, hohe Blutfettwerte, Diabetes, Übergewicht und zu wenig Bewegung: All das kann zu Durchblutungsstörungen führen, die eine TIA oder einen Schlaganfall auslösen können. Der bedeutendste Risikofaktor ist jedoch der Bluthochdruck, da er die Gefäßinnenwände direkt schädigt und das Risiko für den kleinen und großen Schlaganfall um das Vier- bis Fünffache, bei zusätzlichen Risikofaktoren um mehr als das Zehnfache steigert.

Die häufigsten Auslöser einer TIA sind Gefäßverengungen der großen Halsschlagadern durch Arteriosklerose, Vorhofflimmern, Arteriosklerose der kleineren Hirngefäße sowie angeborene oder erworbene Blutgerinnungsstörungen. Bei den unter 50-Jährigen ist es oft ein Einriss der Gefäßwand (Dissektion), der ohne Ursache oder nach einem Trauma, etwa durch einen heftigen Schlag gegen den Hals, auftreten kann. An dem Riss kann sich ein Gerinnsel bilden, das sich schließlich löst und im Gehirn ein Gefäß verstopft. Auslöser kann auch eine persistierende Öffnung im Vorhof des Herzens sein, die ohne Schlaganfallsymptome keinen Krankheitswert hat.

Blutwerte regelmäßig prüfen

Da sich bei rund einem Drittel der Mittvierziger der Blutdruck sowie die Blutfett- und Blutzuckerwerte allmählich erhöhen, rät Bardutzky, diese ab und an vom Hausarzt bestimmen zu lassen und gegebenenfalls eine Behandlung zu starten. Optional können auch PTA eine Messung der Werte in der Apotheke anbieten.

Mit einem Rauchstopp, viel Bewegung, am besten 20 bis 30 Minuten aerober Sport (Schwitzen, aber Sprechen sollte möglich sein) zwei- bis dreimal die Woche und einer gesunden Ernährung lässt sich das Risiko einer TIA oftmals minimieren. Je nach Fall entscheidet der Arzt, welche Kombination von Medikamenten und Vorsorgemaßnahmen am sinnvollsten ist.

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