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Diabetes-Fälle durch Corona nicht gestiegen

Dennoch großer Handlungsbedarf

Ob jung oder alt – hinsichtlich Vorbeugung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Therapie und Versorgung auch in der Zukunft bestehe großer Handlungsbedarf. »Es ist fünf vor zwölf«: Das gelte wie beim Klima auch für die aktuelle Diabetesbekämpfung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Gesamt-Situation sei brisant. Vor 50 Jahren noch eine Randerscheinung, habe Diabetes mellitus heute bereits eine wachsende ökonomische Bedeutung mit gleichermaßen zunehmenden gesamtgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen erlangt. »Eine Krankheit wird politisch«, warnen die Autoren der aktuellen DDG-Bestandsaufnahme.

Aktuell leiden in Deutschland etwa 7 Millionen Menschen an einem Typ-2- sowie 340.000 Erwachsene und 32.000 Kinder- und Jugendliche an einem Typ-1-Diabetes. Die Dunkelziffern sind hoch. Gegenwärtig kämen pro Jahr mehr als 500.000 Neuerkrankungen hinzu. Nicht zuletzt aufgrund der allgemein höheren Lebenserwartung werde die Zahl der Diabeteserkrankungen bis 2040 auf bis zu 12 Millionen ansteigen.

In Deutschland liegt das mittlere Alter bei einer Typ-2-Diabetes-Diagnose derzeit bei 61 Jahren bei Männern und 63 Jahren bei Frauen. Mit Blick auf Therapie- und Präventionskonzepte seien nicht nur Familien, private und öffentliche Gesundheitsanbieter, Arbeitgeber, Kommunen, Städte und Länder, Sportvereine, Medien und Gesundheitspolitiker, sondern auch jeder Einzelne gefragt. Es gelte mit Blick auf das individuelle Krankheits- und Gesundheitsmanagement, vermehrt auch Eigenverantwortung zu übernehmen.

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