PTA-Forum online
Grün beruhigt

Die besten Heilpflanzen für die Haut

Von A wie Aloe…

Apropos Feuchthaltefaktoren: Das Gel aus den Blättern der Aloe vera ist ob seiner befeuchtenden Eigenschaften in der Kosmetikindustrie und der Getränkeherstellung stark gefragt. Aufgrund seiner Wasserbindungsfähigkeit findet man das Gel oft in Präparaten gegen trockene Haut (wie Dermasence® Aloe Vera Active Gel). Da es darüber hinaus kühlend und entzündungshemmend wirkt, ist es auch eine gute Alternative bei Juckreiz, Ekzemen und Sonnenbrand.

Um das Gel zu gewinnen, wird das dicke Blatt geschält, bis ein glänzendes Filet zum Auspressen übrigbleibt. Es besteht aus dünnwandigen Zellen, die mit Schleim gefüllt sind. Dieses schleimige Parenchym wird als Aloe-vera-Gel bezeichnet. Die Filets werden gewaschen und zu einem naturtrüben Saft verarbeitet. Als wertbestimmende Inhaltsstoffe gelten Glucomannan-Polysaccharide, Glykoproteine, Enzyme und Salicylsäure. Anthrachinone, die gegen Verstopfung Anwendung finden, sind bei sauberer Präparierung nicht enthalten, da sich der Blattsaft in der Epidermis befindet.

…bis Z wie Zaubernuss

Eine weitere Indikation für einen Drogenauszug stellen Hämorrhoiden dar. Die größte Bedeutung dabei haben pflanzliche Auszüge mit Gerbstoffen, wie Extrakte aus den Blättern und der Rinde der virginischen Zaubernuss Hamamelis virginiana (wie Faktu lind mit Hamamelis, Hametum® Hämorrhoidensalbe, Posterine® Salbe, Haenal® fact Salbe). Die Gerbstoffe verfestigen durch Vernetzung von Proteinen die obersten Kolloidschichten der Haut und dichten so in niedrigen Konzentrationen die Zellmembranen ab. In höheren Konzentrationen bewirken sie eine oberflächliche Proteindenaturierung, wodurch eine schützende, reizmildernde Koagulationsmembran entsteht.

Adstringierend und wundheilungsfördernd wirken auch Sitzbäder mit Kamillenextrakt (wie Kamillosan®), Eichenrinde oder synthetischen Gerbstoffen (wie Tannolact® Badezusatz, Tannosynt® flüssig, Delagil® Pulver). Für schuppige und gereizte Haut gibt es die Gerbstoffe auch in Form von Cremes und Lotionen.

Die Kamille gilt als Allround-Talent unter den Heilpflanzen. Sie lässt sich sowohl innerlich bei entzündlichen Erkrankungen und Krämpfen im Magen-Darm-Bereich (wie Kamillosan®, Iberogast®, Myrrhinil-Intest®) als auch äußerlich bei Haut- und Schleimhautentzündungen, einschließlich der Mundhöhle sowie des Anal- und Genitalbereichs (wie Kamillosan®, Kamillin® extern Robugen Lösung), anwenden. Dabei nutzt man in Form von Umschlägen, Sitzbädern oder Mundspüllösungen ihre reizlindernde, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung.

Vorsicht: Bei bestehender Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) keine Kamillenzubereitungen anwenden. Es besteht die Gefahr einer Kreuzallergie. Auch Ringelblume, Schafgarbe und Arnika gehören zu den Korbblütlern. Entsprechende Zubereitungen deshalb am besten in der Armbeuge testen. Menschen mit empfindlicher Haut sollten auch Propolis und Teebaumöl meiden.

Seite<12
TEILEN
Datenschutz

Mehr von Avoxa