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Männergesundheit

Die Leiden des starken Geschlechts

PSA, der Marker bei Prostataerkrankungen

Eine genaue Diagnostik ist beim BPS wichtig. Dem Urologen stehen hierfür neben der Tast- und Ultraschalluntersuchung zahlreiche Methoden, beispielsweise die Urinflussmessung, zur Verfügung. Hinweise kann auch die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) im Blut geben. Dieser Wert steigt bei jeder Prostataerkrankung an. Kann der Arzt eine bösartige Erkrankung ausschließen, gibt es bei einer gutartigen Vergrößerung mehrere Therapieoptionen. Sie reichen von »watchful-waiting«, also kontrolliertem Abwarten, bei Patienten ohne Risikofaktoren für Komplikationen über verschiedene Pharmakotherapien bis hin zur Operation.

Patienten mit milden Symptomen und geringem Leidensdruck können ein Phytopharmakon probieren. Hierfür stehen verschiedene Mono- oder Kombinationspräparate rezeptfrei in der Apotheke zur Verfügung, etwa Prostagutt® forte (Sabal- und Brennnesselextrakt), Granufink® Prosta forte (Kürbissamen), Harzol® (Phytosterol) und Sabalvit® uno (Sägepalmenfrüchte). Auch bei einer subjektiven Besserung sollte die Therapie stets durch den Arzt betreut werden. Da die Präparate sehr heterogen sind und die Studienlage oft unzureichend ist, gibt es in der Leitlinie zur Therapie des benignen Prostatasyndroms kein abschließendes Urteil zur Phytotherapie. Die Leitlinie, deren Gültigkeit 2014 abgelaufen ist, wird allerdings derzeit überarbeitet.

Bei stärkeren Beschwerden helfen die 5α-Reduktase-Hemmer Finasterid und Dutasterid. Sie schalten DHT als Wachstumsreiz aus und verkleinern so die Prostata. Sie werden alleine oder in Kombination mit den α-Blockern Tamsulosin, Alfuzosin, Doxazosin, Terazosin und Silodosin eingesetzt. Die Wirkstoffe entspannen die glatte Muskulatur in Prostata und Harnröhre und verbessern so den Harnfluss. Beschwerden lindern sie teilweise schon innerhalb weniger Tage. Dennoch sind regelmäßige Kontrollen beim Facharzt wichtig.

Auch eine Entzündung der Prostata ist möglich. Sie äußert sich häufig durch Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Zusammenhang mit dem Samenerguss oder ein Druckgefühl in der Dammgegend. Hier ist eine ärztliche Abklärung obligat.

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