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Osteoporose

Die Milch macht’s nicht

Milchprodukte haben einen guten Ruf, so sollen sie dem Knochenaufbau zuträglich sein und damit vor Osteoporose schützen können. Stimmt alles nicht, belegt jetzt eine Studie mit mehr als 3000 Teilnehmerinnen.
Elke Wolf
09.07.2020  09:30 Uhr

Dazu haben Ernährungswissenschaftler und Epidemiologen der University von Fairfax, Virginia/USA, die Daten von rund 3300 Teilnehmerinnen auf den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten, der Knochendichte und dem Frakturrisiko hin analysiert. Die Frauen waren zu Beginn der Studie 1996 zwischen 42 und 53 Jahre alt und befanden sich vor oder in der frühen Perimenopause. Die Nachbeobachtungsphase erstreckte sich über zehn Jahre, in denen die Frauen jährlich nachuntersucht und wiederholt zu ihrer Ernährung befragt wurden.

Die Frauen wurden in vier Gruppen eingeteilt, entsprechend der durchschnittlichen Zahl der Portionen an Milchprodukten, die sie täglich zu sich nahmen. Die Spanne reichte von weniger als 0,5 bis mehr als 2,5 Portionen, wobei eine Portion beispielsweise aus 240 ml Milch, einem Becher Joghurt oder 28 g Käse bestehen konnte. Diese Angaben setzten die Wissenschaftler in Beziehung zum Verlust der Knochenmineraldichte über zehn Jahre hinweg.

Doch unabhängig vom Status der Wechseljahre der Frauen zu Beginn der Studie fanden die Forscher keine signifikanten Unterschiede in der Entwicklung der Knochendichte. Allerdings, so merken die Forscher kritisch an, war der Verzehr von Milchprodukten unter den Frauen wenig beliebt. Nur sieben Prozent erfüllten die empfohlene Vorgabe von täglich drei Portionen.

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