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EU-Kommission

Die Omikron-Impfstoffe sind zugelassen

Die Europäische Kommission hat zwei an die Omikron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe zugelassen. Das teilte die Kommissarin für Gesundheit, Stella Kyriakides, am Freitag mit.
dpa/PTA-Forum
05.09.2022  13:30 Uhr

Zuvor hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Experten der Behörde hatten am Donnerstag grünes Licht für Anträge von Biontech/Pfizer und dem US-Unternehmen Moderna gegeben. Nach Angaben von Kyriakides traf die Kommission ihre Entscheidung bereits wenige Stunden danach. Die Zulassung durch die Kommission galt als sehr wahrscheinlich.

Bei den Impfstoffen geht es um bivalente mRNA-Präparate, die vor dem ursprünglichen SARS-Coronavirus-2 und vor der Omikron-Sublinie BA.1 schützen sollen. Daten lassen erkennen, dass man bei den bispezifischen Impfstoffen mit einer etwa doppelt so guten Wirksamkeit hinsichtlich der spezifischen Immunantwort gegen die Omikron-Untervariante BA.1 rechnen kann. BA.1 spielt hierzulande zwar keine Rolle mehr, Experten gehen aber davon aus, dass die neuen Vakzine auch einen Vorteil gegen den derzeit dominierenden Subtyp BA.5 bringen.

Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Deutschland steht noch aus.  Der Immunologe Prof. Carsten Watzl hält eine Empfehlung für einen zweiten Booster mit den neuen Präparaten nur für bestimmte Gruppen für wahrscheinlich – etwa Menschen ab 60 Jahren, mit unterdrücktem Immunsystem oder mit Vorerkrankungen. »Ich wäre sehr überrascht, wenn die STIKO sagen würde, dass sich alle Erwachsenen noch mal impfen lassen sollen.« Er wolle der STIKO nicht vorgreifen – aber allen voran profitierten Risikopatienten. »Eine schwere Erkrankung ist damit weniger wahrscheinlich.« Wer also über 60 sei und bisher mit der vierten Impfung gewartet habe, für den sei jetzt die Gelegenheit.

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