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Herzschlag aus dem Takt

Die Ursachen von Herzrasen

Besser mit Diagnose

Diagnostiziert der Arzt eine zugrundeliegende Erkrankung, beispielsweise eine Herzerkrankung, ist eine adäquate Therapie erforderlich. Bei kardialen Ursachen ist meistens der Einsatz von Antiarrhythmika angezeigt. Harmlose und rein funktionelle Formen wie gelegentliche Extrasystolen bedürfen nur bei großem Leidensdruck einer Therapie. Treten allerdings durch die Herzrhythmusstörung bedingt Beschwerden wie Ohnmachtsanfälle (Synkopen), Schwindel und Schwäche gehäuft auf, kann der Arzt einen Herzschrittmacher implantieren. Vorhofflimmern als Ursache für Herzstolpern muss immer behandelt werden. Neben Antiarrhythmika ist an Antikoagulantien zu denken, um das durch die Krankheit erhöhte Schlaganfallrisiko zu senken. Tachykardien lassen sich oft durch sogenannte Vagusmanöver beenden. Dabei aktiviert der Patient selbstständig den Vagusnerv, um den Herzrhythmus zu normalisieren. Bevor Betroffene Techniken wie das schnelle Trinken eines Glases kalten Wassers anwenden, sollten sie aber Rücksprache mit dem Arzt halten.

Auch wenn Herzklopfen, Herzstolpern und Herzrasen im Einzelfall harmlose Reaktionen des Körpers sein können, weisen sie häufig doch darauf hin, dass Patienten etwas an ihrem Lebensstil ändern sollten. »Grundsätzlich sind die mediterrane Ernährungsweise und ausreichend Bewegung – solange kein Sportverbot besteht – ideal, um das Herz zu schützen«, sagt Schmitt.

Patienten, die sich wegen einer diagnostizierten Störung des Herzens ängstigen, hilft oft, wenn sie bedenken: »Die Situation mit Diagnose und angemessener Behandlung ist immer besser als ein Leben in Ungewissheit und mit möglicher fortschreitender Verschlimmerung der Krankheit«, so der Oberarzt. Deshalb lohnt der Arztbesuch in jedem Fall. 

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